Google Maps: Diese Funktion spart euch bares Geld – und kann sogar Leben retten

Simon Stich

Google testet derzeit in der Maps-App ein neues Feature, das hoffentlich bald schon weltweit freigeschaltet wird. Im Idealfall könnten wir alle schneller und sicherer ans Ziel kommen – ohne in die Geldfalle zu tappen. Die Idee hat Google von Waze übernommen.

Google Maps: Diese Funktion spart euch bares Geld – und kann sogar Leben retten
Bildquelle: GIGA.

Google Maps zeigt Blitzer und Unfälle

Mehrere Jahre nach der Übernahme von Waze ist Google nun dazu übergegangen, eine der beliebtesten Funktionen auch in die hauseigene Maps-App zu integrieren. Wie manche Nutzer in den USA und Australien berichten, warnt Google Maps vor Radarkontrollen. Wird über der erlaubten Geschwindigkeit gefahren, meldet sich die App mit einer Audio-Warnung. Ersten Berichten zufolge können Nutzer die Stellen der Blitzer selbst eintragen. Dazu steht ein kleines Sprechblasen-Symbol am unteren linken Rand zur Verfügung, falls aktuell der Navigation von Google Maps gefolgt wird. Eine andere Möglichkeit zur Eintragung von Radarkontrollen gibt es derzeit nicht. Gut möglich, dass Google bis zu einem weltweiten Release noch an dieser Funktion arbeitet. Wann Google Maps standardmäßig mit der neuen Funktion ausgestattet sein wird, ist noch nicht kommuniziert worden.

So sieht das Menü von Google Maps aus, in dem Blitzer und Unfälle eingetragen werden können:

Neben der Blitzer-Eintragung haben Nutzer auch die Möglichkeit, Unfälle auf der Straße nach dem gleichen Prinzip zu melden. Wird die Meldung bestätigt, bekommen Fahrer auch hier einen Audio-Hinweis, falls sie sich auf der gleichen Strecke befinden. Die Maps-App weist zwar jetzt schon mitunter auf Unfälle hin, verlässt sich dabei aber nicht auf händisch eingetragene Informationen der Nutzer. Eine Unfallwarnung ist auch schon Bestandteil von Waze.

Bereitet Google das Ende von Waze vor?

Es ist lang darüber spekuliert worden, was Google genau mit der Navigations-App Waze vorhat. Bislang werden Maps und Waze parallel betrieben, wobei sich die Funktionen immer mehr ähneln. Keine der beiden Apps ist per se besser, da sie nach wie vor unterschiedliche Features bieten. Mit der Integration von Blitzer- und Unfallhinweisen bei Google Maps könnte Waze aber im Laufe der Zeit seine Alleinstellungsmerkmale verlieren. Ob Google auch langfristig zwei Navigations-Apps anbieten wird, darf zumindest infrage gestellt werden.

Google Maps kann natürlich noch viel mehr, als einfach nur Straßen anzuzeigen. Schaut in unsere Bilderstrecke:

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11 Tipps, um Google Maps als Reiseführer einzusetzen.

In Deutschland stellt sich zudem noch eine ganz andere Frage. Nach geltender Rechtsprechung sind Apps, die „Verkehrsüberwachungsmaßnahmen“ anzeigen, illegal. Fahrern wird ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg aufgedrückt – zumindest in der Theorie. Praktisch darf ein Fahrzeug mitsamt Fahrer aber nur dann durchsucht werden, wenn ein konkreter Verdacht mitsamt „Gefahr in Verzug“ besteht. Dass Smartphones beschlagnahmt werden, kommt entsprechend nur sehr selten vor.

Quelle: Android Police via SmartDroid, Deutsche Anwaltsauskunft

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