Google Maps/Now: Jetzt mit Verkehrsdaten aus Österreich, Wiener Linien bleiben außen vor

Amir Tamannai 3

Gute Nachrichten für unsere österreichischen Leser, die die Schnellbahnen und Züge der dortigen Bundesbahn nutzen: Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) hat Google endlich wenigstens statische Fahrplandaten zur Verfügung gestellt, sodass Verbindungen und Abfahrten fortan in Maps und der Google Navigation angezeigt werden. Echtzeitdaten werden es heuer nicht mehr nach Mountain View schaffen, diese sollen erst 2014 integriert werden. Und auch die Wiener Linien ziehen wegen Zuständigkeits-Querelen zwischen der Stadt und Google vorerst nicht in Googles Verkehrsinformationsdienst ein.

Vor allem als Service für Touristen sehe man die Maßnahme, Google die eignen Fahrpläne zur Integration in seine Dienste und Anwendungen zur Verfügung zu stellen, erklärt ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahn gegenüber dem WebStandard. Auch wenn es sich dabei zunächst nur im statische Daten handelt, liefern diese fortan sowohl in der Webversion von Maps als auch in den Apps für die verschiedenen Betriebssysteme „exakte Abfahrtszeiten, beziehen Umstiege und die damit verbundenen Fußwege mit ein, und bieten auch alternative Routen an.“

Die Echtzeitdaten der ÖBB, die als Grundlage dienen würden, beispielsweise auch über Verspätungen zu informieren beziehungsweise vorgeschlagene Verbindungen entsprechend der aktuellen Verkehrslage anzupassen, sollen erst im kommenden Jahr an Google geliefert werden; wann genau — ob schon im Jänner oder erst später im Jahr — das wurde noch nicht bekannt gegeben. Bis es soweit ist, rät die ÖBB ihren Kunden, die eigene Fahrplan-App SCOTTY zu benutzen.

Maps-Verbindung-ÖBB

Weiterhin vergeblich suchen Wien-Touristen wie auch die Bewohner der Hauptstadt der Alpenrepublik entsprechende Informationen zum dortigen Personennahverkehr — und das hat einen eher kuriosen Grund: Offensichtlich möchte Google die bereits im Open Data-Format vorliegenden Daten der Wiener Linien gerne ganz bequem in einer mit ihren Services kompatiblen Form dargereicht bekommen, ohne selbst Konvertierungs-Arbeit leisten zu müssen. Dazu Dominik Gries, stellvertretender Leiter der Kommunikation bei den Wiener Linien: „Unsere Echtzeit- und Routing-Daten der Wiener Linien sind offen und unter einer üblichen Lizenz verfügbar und wir freuen uns über fast ein Dutzend Open-Data-Anwendungen, die diese Daten auch verwenden. Google kann sich bei uns jederzeit bedienen, aber müsste die Daten, mit denen der Konzern ein kommerzielles Service anbieten will, natürlich selbst in seine eigenen Formate konvertieren.“ Da hot a recht, da Herr Gries, de solln mal net so abesandeln bei Google!

Quelle: derStandard.at

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