Google Maps: Verkehrsinformationen für den kompletten Hamburger Verkehrsverbund HVV integriert

Oliver Janko 10

Gute Neuigkeiten für alle Hamburger und Zugereiste: Ab sofort zeigt Google Maps alle Verbindungen des städtischen Hamburger Verkehrsverbundes HVV an. Neben der klassischen Suche mit Strecken für Auto und zu Fuß verrät Googles Kartendienst ab sofort also auch, wann Schnellbahn, Bus und sogar die Hafenfähre abfahren beziehungsweise ankommen.

Im gesamten HVV-Gebiet, also innerstädtisch, wie auch in den angrenzenden Landkreisen, kann ab sofort jede Route mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln einfach mittels Google Maps geplant werden. Wer das nun testen möchte, sei vorgewarnt: Google verwendet einen etwas anderen Algorithmus zur Berechnung der Fahrzeit als der Verkehrsverbund selbst, die Daten weichen also mitunter von den Angaben der Verbands-Homepage ab. Der Grund ist simpel: Google setzt schnellere Gehzeiten voraus und packt zudem pauschal vier Minuten Umsteigezeit auf die Gesamtfahrtzeit. Die Berechnung kann also abweichen, aber keine Sorge: Bisher gab es kaum Beschwerden über die Vorschläge von Maps, wir dürfen also getrost davon ausgehen, dass auch in Hamburg niemand Bus und Bahn verpassen wird.

 

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Über Twitter wurde die erfreuliche Meldung heute überraschend bekanntgegeben. Die Meldung „HOCHBAHN goes Google!“ verrät allerdings nicht den Aufwand, der hinter dieser Kooperation steht. Jahrelange Vertragsverhandlungen waren dem Abschluss des Deals vorausgegangen. Da Google grundsätzlich standardisierte Verträge abschließt, mussten einige Anpassungen vorgenommen werden, um den Deal zur vollsten Zufriedenheit aller abschließen zu können.

Dafür können Kunden nun das volle Paket nutzen: Neben Google Maps kann auch über Google Now auf die Fahrpläne zugegriffen werden. Das wird gerade Pendler und Vielfahrer freuen, beim morgendlichen Blick auf den virtuellen Helfer steht schon fest, ob die Öffis pünktlich abfahren. Und: Der HVV bietet die Daten auch anderen Interessenten per API an, was wiederum die breite Entwickler-Community freuen dürfte. Über eine spezielle Schnittstelle kann diese sämtliche Verbindungen abfragen – aktualisiert werden die Daten allerdings nur einmal in der Woche.

Ein wichtiger Schritt also in puncto allumfassende Integration aller öffentlichen Verkehrsmittel in Google Maps, der das Leben von rund 3,4 Millionen Personen aus dem Einzugsgebiet erleichtern dürfte. Der Berliner Nahverkehr ist übrigens seit Anfang September letzten Jahres in Google Maps integriert.

Quelle: Twitter, nahverkehrhamburg

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