GMusicFS: Google Music-Bibliothek mit jedem Musik-Player nutzen

Lukas Funk 3

Mit Google Play Music müssen sich Android-Nutzer nicht mehr darum kümmern, welche Musik auf welchem Gerät zur Verfügung steht: Dank Cloud-Speicher ist die Musiksammlung überall zugänglich — vorausgesetzt, man nutzt den offiziellen Player. Eine API oder anderen Zugriff auf die Cloud-Musiksammlung bietet der Dienst bislang nicht. Die App GMusicFS will dies nun ändern, indem sie die Google Music-Bibliothek als virtuelles Dateisystem einbindet und damit anderen Musik-Playern zugänglich macht.

GMusicFS: Google Music-Bibliothek mit jedem Musik-Player nutzen

Der Umstieg auf den Cloud-gestützten Musikdienst Google Play Music wurde dem Nutzer nicht einfach gemacht: Statt wie bisher auf eine Vielzahl Feature-reicher Musik-Apps von Drittanbietern zurückgreifen zu können, funktioniert der Zugriff auf die eigene Musiksammlung mangels API nur mit der offiziellen Play Music-App. Selbst offline verfügbar gemachte Titel finden sich nicht als echte MP3s, sondern nur als Rohdaten ohne Metainformationen. Zwar gab es bereits einen Versuch, zumindest die lokal gespeicherten Daten zugänglich zu machen, dieser funktionierte aber nur rudimentär.

Ein XDA-Entwickler könnte nun per Reverse Engineering des Google Music-Protokolls eine praktikablere Lösung gefunden haben. Die App GMusicFS bindet mittels FUSE die Musikbibliothek als virtuelles Dateisystem ein, sodass Musiktitel so zugänglich sind, als wären sie lokal gespeichert. Das Streaming der Musik funktioniert dabei transparent im Hintergrund - Voraussetzung ist natürlich eine bstehende Datenverbindung. Der Wiedergabe durch Drittanbieter-Apps sollte damit — zumindest in der Theorie — nichts mehr im Weg stehen.

Und in der Praxis? Während das Einbinden der Dateien problemlos funktioniert, scheitert es in unserem Test bei einigen Playern jedoch daran, dass die Musik, obwohl dem Anschein nach lokal gespeichert, immer noch gestreamt werden muss. So erkennt Poweramp beispielsweise alle Alben und Titel, kann sie jedoch nicht abspielen. Ähnlich lief es mit Winamp, während doubleTwist nicht einmal die Alben erkannte.

Um die App zu testen, benötigt man ein Gerät, dessen Kernel das FUSE-Dateisystem unterstützt, was bei allen Geräten ab Android 4.0 der Fall sein sollte, sowie Root-Zugriff. Wer sich von den oben genannten Problemen, welche auf das frühe Beta-Stadium der App zurückzuführen sind, nicht abschrecken lässt, und sie selbst testen möchte, kann sie im entsprechenden Thread im XDA-Developers-Forum herunterlanden. Dort findet man auch Hilfestellung bei Problemen mit der App.

Habt ihr GMusicFS getestet? Mit welchem Player und welcher Konfiguration hat es geklappt? Berichtet uns davon in den Kommentaren.

Quelle: XDA-Developers [via Reddit]

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