Google Fotos: Android-App des eigenständigen Bilder-Dienstes geleakt

Kaan Gürayer

Getrennte Wege: Google trennt die Fotofunktionen von Google+ und macht aus den bekannten Google Fotos einen eigenständigen Bilder-Dienst. Ein Leak erlaubt nun erstmals einen detaillierten Einblick in die neue Android-App, die mit neuen Funktionen und einem frischen Look aufwarten kann. 

Dass Google die Fotofunktionen aus seinem sozialen Netzwerk heraustrennen und aus den Google Fotos einen eigenständigen Bilder-Dienst machen will, zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab. Mit einer eigenständigen Android-App trennt sich das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View jetzt komplett von der Google+-Anbindung des Dienstes.

Im Rahmen der Google I/O 2015, so wird allgemein erwartet, soll Google die neue Google Fotos-App für Android vorstellen. Ein Leak erlaubt aber bereits jetzt einen Einblick in die Anwendung.

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Google Fotos im modernen Material Design-Kleid

Naturgemäß sticht sofort die Optik der neuen App ins Auge, die in Material Design erstrahlt und der Anwendung einen modernen Look verleiht. Zum Start wird der Nutzer mittels eines Guides in die Features der neuen Google Fotos-App eingeführt. Der Funktionsumfang deckt sich zwar grundlegend mit den bekannten Fotofunktionen aus Google+, doch der Suchmaschinenbetreiber hat auch einige neue Features integriert. Nutzer können ihre Fotos beispielsweise nach Tag oder Monat sortieren. Des weiteren gibt es die Möglichkeit, die eigenen Bilder via Pinch-to-Zoom zu vergrößern oder mehrere Bilder mittels Wischgeste zu markieren, um sie schneller zu teilen oder zu löschen. Dass Google seine Anfänge als Suchmaschine hatte, zeigt sich auch in der neuen Fotos-App. Der Internetgigant analysiert die Fotos und versucht, automatisch relevante Informationen aus ihnen herauszufiltern. Auf diese Weise können Nutzer ihre Bilder etwa nach Orten oder Objekten durchsuchen lassen. Wird dann beispielsweise nach „Hund“ gesucht, sollte die neue Anwendung alle Bilder ausspucken, auf denen die Vierbeiner zu sehen sind.

Die automatische Bildverbesserung kehrt auch in der neuen Google Fotos-App zurück, allerdings verliert sie ihren wenig griffigen Namen „Auto Awesome“ und heißt nun schlicht „Assistent“. Das Interface hat ein kleinen Facelift erhalten und bietet jetzt unter anderem ein Rotation Wheel. Die bekannten Bildbearbeitungsfunktionen bleiben in ihrer Gänze erhalten, jedoch scheint „Assistent“ den Nutzern mehr Freiheit zu geben und erlaubt nun das eigenständige Erstellen von Alben, Videos, Stories, Animationen oder Collagen. Bisher konnten Nutzer lediglich Videos, GIFs oder Collagen mit bis zu neun Fotos erstellen.

Google Fotos: Mehr Privatsphäre

Beim Teilen von Inhalten ermöglicht die neue Google Fotos-App jetzt außerdem einen besseren Schutz der Privatsphäre. Fotos und Videos lassen sich natürlich weiterhin über das bekannte Sharing-Menü in Android teilen. Darüber hinaus können Inhalte aber auch über spezielle Links geteilt werden. Diese Links werden in die Zwischenablage des Android-Geräts kopiert und können überall eingesetzt werden – etwa bei Facebook, WhatsApp oder in einer E-Mail. Sie erlauben anschließend den Zugriff auf die geteilten Fotos und Videos. Allerdings entscheidet der Nutzer selbst, wie lange die Links aktiv bleiben. Über einen Menüeintrag können alle bisher versendeten Links unbrauchbar gemacht und somit der Zugriff auf die Inhalte entzogen werden. Beim Teilen über Links lassen sich zudem vor dem Teilen die Lokalisierungsdaten entfernen, sodass die Metadaten keine Einsicht mehr geben, wo das Foto aufgenommen wurde.

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Neues Webinterface für Google Fotos

Am 28. Mai öffnet die Google I/O 2015 ihre Pforten. Es ist wahrscheinlich, dass Google am kommenden Donnerstag die neue Fotos-App offiziell vorstellen wird. Die neue Anwendung soll dann den bisherigen Shortcut zur Fotosektion innerhalb der Google+ App ersetzen. Im Web werden die Google Fotos dann über photos.google.com zu erreichen sein, bisher verlinkt die URL noch auf Google+.

Quelle & Bilder: Android Police (1), (2)

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