Google ehrt André-Jacques Garnerin - und so wird das Doodle gespielt

Martin Maciej

Am heutigen Dienstag, 22.Oktober, ist wieder Google Doodle-Zeit. Während das letzte Doodle vor einer Woche Friedrich Nietzsches 169. Geburtstag auf der Startseite der Suchmaschine zelebrierte, wird heute André-Jacques Garnerin gefeiert. André-Jacques wer?

Google ehrt André-Jacques Garnerin - und so wird das Doodle gespielt

Update: Das erste Google Doodle im neuen Jahr zeigt Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin und Feministin.

Der Name mag vielleicht den Wenigsten was sagen, doch besonders Extremsportler haben Garnerin viel zu verdanken.

Google Doodle für den Pionier des Fallschirmsprungs Garnerin

Der in Paris geborene Garnerin ist maßgeblich daran beteiligt, dass Verrückte und Waghalsige heutzutage in schwindelerregenden Höhen der Erdanziehungskraft trotzen und zu Fallschirmsprüngen ansetzen können. Am 22. Oktober 1797, also vor genau 216 Jahren sprang Garnerin als erster Mensch aus über 900 m Höhe aus einem Heißluftballon mit einem rahmenlosen Fallschirm ab. Für Google Anlass genug, den Luftfahrtpionier am heutigen Dienstag in den Mittelpunkt zu stellen.

Dabei kann das Google Doodle vom 22. Oktober weitaus mehr, als den Fallschirmspringer lediglich mit seiner farbenfrohen Präsentation zu würdigen. Im heutigen Google Doodle versteckt sich ein Spiel. Öffnet ihr die Startseite der Suchmaschine, geschieht zunächst nichts. Der liebevoll präsentierte Garnerin sitzt artig in seinem Ballon, während mehrere Zuschauer ihm in einer bunten Kulisse zujubeln. Erst wenn ihr auf der Play-Button im gelben Google-„O“ klickt, setzt Garnerin zu seiner Reise in die Himmelsphäre an. Am Höhepunkt angekommen, verlässt Garnerin seinen Ballon und der Fallschirmsprung beginnt. Mit den Pfeiltasten links und rechts lenkt ihr den waghalsigen Franzosen durch die Lüfte. Nach einer kurzen Reise durch die Luft landet die animierte Figur wohlbehalten wieder auf dem Pariser Boden.

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Google auf Deutsch umstellen - so wird's gemacht.

So funktioniert das Google Doodle mit André-Jacques Garnerin

Die Steuerung des Ballons ist dabei nicht bloß nutzloses Beiwerk. Je nachdem, in welche Richtung ihr Garnerin lenkt, landet ihr an verschiedenen Zielorten. Im Idealfall kommt ihr mit dem kleinen virtuellen Fallschirmspringer historisch genau im Parc Monceau an, wo euch die begeisterte Menschenmasse zujubelt. Verfliegt ihr euch jedoch, landet ihr unglücklicherweise in der Seine oder bedrängt gar eine Gruppe von nichts ahnenden Pinguinen. Ein Grund also, Garnerin mehr als nur einmal durch die Lüfte fliegen zu lassen.

google-doodle-pinguine Fallschirm-Google Doodle: Das war wohl nix, der Fallschirmspringer verirrt sich zu den Pinguinen

Google Doodle: Wer war André-Jacques Garnerin

Garnerin wurde 1769 in Paris geboren. Seine Faszination für den Fallschirmsprung konnte der Franzose auch auf seine Gattin übertragen. Kurz nach Garnerins Luftsprung war Jeanne-Geneviève Labrosse 1799 die erste weibliche Fallschirmspringerin der Welt. Garnerin war nicht nur begeisterter Fallschirmspringer, sondern hatte im Heißluftballon sein zweites Zuhause. So konstruierte er 1790 einen Heißluftballon aus eigener Hand und unternahm so seinen ersten Flug in dem Flugobjekt. 1803 überwand Garnerin mit dem Ballon eine Entfernung von 300 km zwischen Moskau und Polowa.

Seine Faszination für Heißluftballons brachte Garnerin jedoch im August 1823 auch den Tod. Bei Vorbereitungen für einen Ballonflug wurde er von einem Balken erschlagen.

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Gedenkt dem Wegbereiter des heutigen Fallschirmsprungs und lasst Garnerin im heutigen interaktiven Google Doodle durch die Lüfte fliegen!

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