Ladislao José Biro: Erfinder des Kugelschreibers im Google Doodle heute

Selim Baykara

Ladislao José Biro wäre heute 117 Jahre alt geworden. Nicht unbedingt ein Name, den man schon mal gehört hat – aber zum Glück haben wir ja den Suchmaschinenriesen Google. Im heutigen Doodle ehrt das Unternehmen den Erfinder eines der unterschätztesten Utensilien der Moderne: Des Kugelschreibers.

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Google App: Ok, Google...

Wenn man sich auf eine Sache verlassen kann, dann darauf, dass Google mit dem nächsten Doodle garantiert jemand in den Mittelpunkt rückt, von dem man noch nie gehört hat, der aber trotzdem irgendwie wichtig ist. Heute ist es mal wieder so weit: Ladislao José Biro wäre am heutigen Donnerstag 117 Jahre alt geworden. Seine bleibende Leistung: Der Ungar erfand den Kugelschreiber.

Ladislao José Biro: Erfinder des Kulis im Google Doodle

Zugegeben: In Zeiten von Facebook, Instant-Messenger, Smartphones, Tablets und Co. greift man immer weniger zum guten alten Kugelschreiber. Dennoch ist der Kuli natürlich eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunders. Ein Stift mit dem man schreiben kann, ohne dass ständig die Tinte verschmiert und den man auch nicht ständig nachfüllen muss – das hatte es noch nicht gegeben, bevor Ladislao José Biro auf den Plan trat.

Die Idee kam dem Ungar, der zunächst als Journalist arbeitet, als er beobachtete, wie schnell die Tinte bei gedruckten Zeitungen trocknete. Das musste sich doch irgendwie auch auf einen Stift übertragen lassen. Biro machte sich an die Arbeit und präsentierte 1931 den  ersten Entwurf des Kugelschreibers. Einige Jahre später, 1938, war es dann soweit: Ladislao José Biro erhielt das Patent für den Kugelschreiber. Die ersten Stifte wurden unter dem Namen Go-Pen verkauft.

Video: So werden Kugelschreiber heute hergestellt

Google Doodle heute für Ladislao José Biro

1943 musste Biro vor den Nationalsozialisten fliehen – zunächst nach Frankreich, später dann nach Argentinien, das zu seiner Wahlheimat wurde. Dort erneuerte er das Kuli-Patent und der Siegeszug des Kugelschreibers konnte beginnen. In Argentinien wird der 29. September zu Ehren von Ladislao José Biro seitdem jährlich als Tag der Erfinder gefeiert.

Heute ist der Kuli so allgegenwärtig, dass man keinen weiteren Gedanken daran verschwendet – geschweige denn an seinen Erfinder. Das ist aber nicht überall so: In einigen Sprachen, z.B. Englisch und Türkisch heißt der Kugelschreiber nach seinem Erfinder einfach „Biro“.

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Ladislao José Biro: Erfinder des Kugelschreiber wird 117 Jahre

Dass Ladislao José Biro irgendwann den Kuli erfinden sollte, war keineswegs abzusehen. Bíró wurde am 29. September 1899 unter dem Namen László József Bíró in Budapest geboren. Zunächst studierte er Zahnmedizin um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, irgendwann brach er das Studium jedoch ab. Danach war er unter anderem als Rennfahrer und Chefredakteur einer Zeitung tätig. Nach dem großen Durchbruch des Kulis wurde er später Leiter von Argentiniens größter Kugelschreiberfabrik. Daneben erfand er einen Blutdruckmesser für das Handgelenk und ein frühes Modell eines Deo-Rollers.

Google Doodle: Was ist das?

Google ehrt immer wieder Persönlichkeiten und Ereignisse, die ansonsten nicht so häufig im Rampenlicht stehen: Dabei wird das Logo der Suchmaschine für einen Tag geändert und mit einem Bild oder einer Animation verziert. Zuletzt das Buch Die unendliche Geschichte von Michael Ende, Ende letzten Jahres die erste promovierte Ärztin Deutschlands, Dorothea Christiane Erxleben und auch zu den olympischen Spielen 2016 gab es ein eigenes Doodle.

Bildquellen: Google

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