Sommeranfang 2016: Heute beginnt offiziell der Sommer mit Google-Doodle

Kristina Kielblock

Wie der Sommer schmeckt, weiß man aus der Werbung, aber wann er anfängt, sorgt jedes Jahr aufs Neue für Verwirrung. Unter anderem liegt das daran, dass der Sommer gleich zweimal beginnt: Kalendarisch und meteorologisch – und was ist eigentlich ein Erdbeermond? Ein Sommeranfangs-Ratgeber – passend zum Google-Doodle.

Wie auch im letzten Jahr erfreut uns Google mit einem animierten Doodle zur Sommerzeit. Auch wenn der Blick aus dem Fenster anderes vermuten lässt, beginnt heute ganz offiziell der Sommer im kalendarischen Sinne (s.u.). In der Nacht gab es auf der Nordhalbkugel ein besonderes Ereignis zu bestaunen: Der sogenannte Erdbeermond. Hier seht ihr ihn im Video – das nächste Schauspiel dieser Art erwartet die Erdenbewohner erst wieder 2062, also in 46 Jahren.

Seinen Namen hat der Erdbeermond von den Ureinwohnern des Nordamerikanischen Kontinents, er bezieht sich weniger auf die Farbe, als vielmehr auf die Tatsache, dass mit diesem leuchtend roten Vollmond die Erdbeerernte begann.

Der Sommer gilt als die Jahreszeit mit allgemein gesteigerter Lebensfreude. Das Wetter ist in der Regel ausreichend gut, hohe Temperaturen laden zum Aufenthalt im Freien ein, Badespaß sorgt für Bewegung, Abkühlung und mitunter auch für aufregende Einblicke, dann noch ein Eis und alles ist gut. Am besten hat den Flair der Sommerzeit aber wahrscheinlich der Autor Mark Twain auf den Punkt gebracht, der gesagt haben soll: „Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“

Sommeranfang 2016: Meteorologischer & kalendarischer Anfang

Der Anfang der Jahreszeiten wird von der Astronomie anders bestimmt, als die Meteorologen diese Einteilung vornehmen. Daher unterscheidet man zwischen dem meteorologischen und dem kalendarischen Anfang der Jahreszeiten.

1. Kalendarischer Sommerbeginn 2016

Auf der Nordhalbkugel bzw. im nördlichen Wendekreis der Erde startet der Sommer 2016 kalendarisch am 21. Juni. Dies ist der Tag der Sommersonnenwende, also der Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten sind. Es ist auch der Zeitraum, der das Ende der Spargelzeit (Spargelsilvester) und der Rhabarber-Ernte einläutet und die Nächte langsam wieder länger werden. Sommeranfang hat auch immer ein melancholische Moment, denn jeder weiß: Der nächste Winter kommt bestimmt. Das kalendarische Sommerende fällt auf den 23. September – dann könnte man die tröstlichen Herbstlieder auspacken.

2. Meteorologischer Sommeranfang 2016

Der meteorologische Sommeranfang 2016 liegt bereits hinter uns, denn die Meteorologen lassen die Jahreszeiten immer am jeweiligen Anfang des Monats beginnen. Wie in jedem Jahr ist der Sommeranfang 2016 aus meteorologischer Sicht am 01. Juni 2016. In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten alle drei Monate:

  • Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang
  • Am 01. Juni beginnt in der Meteorologie der Sommer
  • Am 01. September beginnt der Herbst
  • Der 01. Dezember startet den Winter

Aller Sommeranfang ist schwer: Er kommt und geht auch leider wieder vorbei, aber wenn er da ist, will er ausgiebig genossen werden. Dabei helfen die passenden Sommerhits 2016, leckere selbstgemachte Zitronenlimonade & Slush-Eis. Noch ist genug Zeit dazu, denn das meteorologische Ende der Sommerzeit ist am 31. August.

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Sommersonnenwende 2016: Ein uralter Feiertag heidnischer Ahnen

Die Himmelscheibe von Nebra ist ein Artefakt der frühen Bronzezeit Mitteleuropas: man schätzt ihr Alter auf 3700-4100 Jahre. Es handelt sich dabei um die weltweit älteste konkrete Darstellung des Himmels. Bereits auf dieser runden Bronzeplatte mit Gold-Applikationen, zeigen sich Bezüge zu den längsten und kürzesten Tagen im Jahr.

heute beginnt offiziell der Sommer

Diese Scheibe ist wohl um 1600 vor Christus entstanden, aber bekanntermaßen waren bereits die Menschen der Jungsteinzeit nachweislich an solchen Himmelsbeobachtungen interessiert.

Jeder hat schon einmal die typischen kultischen, kreisförmigen Steinbauten dieser Zeit gesehen, allen voran Stonehenge in England. Diese Orte waren ganz sicher heilige Stätten, doch allerdings keine Himmelsobservatorien im eigentlichen Sinne:

  • Um den längsten bzw. kürzesten Tag des Jahres festzulegen, bedarf es keiner Stein- oder Palisaden-Bauten, zu diesem Zweck genügt ein senkrecht in den Boden gesteckter Stab und eine Messung der Länge des Schattens.
  • Nicht alle bekannten Stätten dieser Art weisen eine Ausrichtung auf die Sonne auf.

An der sehr geschichtsträchtigen deutschen Natur-Kultstätte – eine Sandsteinformation im Teutoburger Wald – den Externsteinen, konnte keine menschliche Nutzung zur Jungsteinzeit oder Bronzezeit nachgewiesen werden. Heutzutage wird der Ort allerdings für esoterische Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende stark frequentiert. Auch eine Möglichkeit, den offiziellen Sommeranfang feierlich zu begehen.

Kosmische Kultstätten der Welt: Von Stonehenge bis zu den Maya-Tempeln *

Bildquellen: Himmelscheibe von Nebra: Dbachmann & Shutterstock.com

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