Max Planck: Google feiert 156. Geburtstag mit Doodle

Martin Maciej

Erst gestern stand am Tag der Erde die Welt im Mittelpunkt der Google Suchmaschine, da zelebriert der Suchmaschinen-Gigant am heutigen Mittwoch, den 23. April den 156. Geburtstag von Max Planck. Wer einen Blick auf die Startseite wirft, findet das bunte Logo in den kommenden 24 Stunden erneut in veränderter Fassung vor.

Max Planck: Google feiert 156. Geburtstag mit Doodle

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Max Karl Ernst Ludwig Planck, so sein vollständiger Name, wurde am 23. April 1858 in Kiel geboren. Bis heute gilt Planck als einer der wichtigsten theoretischen Physiker aus Deutschland und konnte sich insbesondere als Begründer der Quantenphysik einen Namen machen. 1919 konnte Max Planck für das Erforschen des planckschen Wirkungsquantums den Physik-Nobelpreis einsacken.

Max Planck: Pionier der Quantenphysik

Die Formel für das plancksche Wirkungsquantum findet sich auf dem heutigen Doodle im „O“ des Google-Schriftzugs wieder. In der englischen Fassung setzt sich die Planksche Konstante aus E=hv zusammen, welche auch auf dem Doodle zu sehen ist. Zudem gibt es im verzierte O mehrere Lichtblitze zu sehen. Deutsche Physiker verstehen unter dem Quantum h das Verhältnis von Energie E und der Frequenz f eines Photons. Die mathematische Formel hierfür ist E = h*f. Die Formel ist Basis des Welle-Teilchen-Dualismus. Die Quantentheorie besagt, dass Atome Energie aus Strahlung lediglich in festen Paketen, den sogenannten Quanten aufnehmen können. Quanten sind gleichzeitig als Lichtteilchen oder auch Photone bekannt.

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Google auf Deutsch umstellen - so wird's gemacht.

Google ehrt Max Planck zum 156. Geburtstag

Mit dem heutigen Doodle stellt Google wieder eine individuelle Persönlichkeit in das Zentrum der Suchmaschine. Mehrere Wochen hat der Suchmaschinenbetreiber die Startseite nicht verändert, davor gwurde der Schriftzug unter anderem anlässlich der Frühlingstagundnachtgleiche und des Frauentags 2014 für 24 Stunden verändert. Die letzte Person, die mit einem Doodle geehrt wurde, war der italienische Maler Giambattista Tiepolo am 5. März, der zu seinem 318. Geburtstag einen Auftritt auf der beliebtesten Suchmaschine der westlichen Welt geschenkt bekommen hat. Mit dem heutigen Doodle zum 156. Geburstag führt Google seine Tradition fort, möglichst ungerade Geburtstage zu zelebrieren. Am heutigen Mittwoch vor 450 Jahren ist z. B. auch William Shakespeare geboren, der ebenfalls ein Doodle verdient hätte.

Das Leben des Max Planck

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Sein Abitur machte Planck 1874 mit 16 Jahren. Zu dieser Zeit dachte er noch keineswegs an eine Laufbahn in der Physik, sondern wollte seine musikalische Begeisterung auch im Studium ausleben. Die berufliche Unsicherheit, die das Musik-Studium mit sich brachte, führte Planck allerdings letztendlich doch zur Physik, so dass Planck sich in München immatrikulierte. Seinen Fokus im Physik-Studium richtete Max Planck besonders auf die Thermodynamik, welche bsagt, dass Energie nie verloren geht. Zu diesem Thema verfasste der Physiker auch seine Dissertation, die hochgelobt wurde und seine wissenschaftliche Laufbahn weiter ebnete. Gegen 1900 arbeitete Planck zudem mit einem gewissen, damals noch unbekannten Albert Einstein zusammen und half ihm bei der Auseinandersetzung mit der Relativitätstheorie.

Planck heiratete 1887 seine langjährige Freundin Marie Merck, die 1909 jedoch verstarb. Mit Marie hatte Planck zwei Söhne (Karl und Erwin), sowie die Zwillingstöcher Emma und Grete. Nach dem Tod von Marie heiratete Planck 1911 erneut, diesmal die 25 Jahre jüngere Nichte Maries, Marga.

Max Planck hat Geburtstag: Suchmaschine feiert

Zu seinen Lebzeiten erlebte Planck beide Weltkriege. Zu Zeiten des Ersten Weltkriegs befürwortete Planck noch die Pläne Deutschlands und gab sich auch im Anschluss noch als Sympathisant des Natiozalsozialismus. Erst 1938, als die Nationalsozialisten wissenschaftliche Einrichtungen egalisierten, zog sich Planck zurück. Im Juli 1944 wurde Max Plancks zweiter Sohn Erwin in Folge der Beteiligung am Attentat vom 20. Juli verhaftet und hingerichtet. Wenige Jahre später, am 4. Oktober 1947 starb Planck an einem Schlaganfall.

Am 4. September zeigt Google ein Doodle anlässlich der Montagsdemonstrationen von Leipzig 1989.

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