Anna Atkins, die blauen Blätter und das Google-Logo: Was zeigt die Suchmaschine heute am 16. März?

Martin Maciej 1

Draußen lacht die Sonne, doch Google zeigt Laub auf seiner Startseite. Ist wider erwarten der Herbst angebrochen? Nein, Google startet die Woche mit einer neuen Gestaltung der Startseite zu Ehren der Botanikerin und Fotografin Anna Atkins. Heute steht die Atkins ganz im Fokus der Suchmaschine-Nr.1. Anlässlich ihres 216. Geburtstags bekommt die Engländerin ein eigenes Google Doodle. Doch wer ist eigentlich Anna Atkins und was hat sie für die Menschheit getan, dass Google ihr ein eigenes Logo als Motiv spendiert?

Anna Atkins, die blauen Blätter und das Google-Logo: Was zeigt die Suchmaschine heute am 16. März?

Anna Atkins hat sich im 19. Jahrhundert insbesondere durch ihre botanischen Arbeiten, aber auch als Fotografin in die Geschichtsbücher eintragen können.

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Anna Atkins: Google Doodle zum 216. Geburtstag

Heute vor 216 Jahren wurde Anna Atkins geboren. Atkins gilt als Urheberin des ersten Fotobuches überhaupt. Auch ihr Vater war eine bedeutende Persönlichkeit, die sich der Wissenschaft widmete. John George Children ist heute noch als Entdecker des Minerals Childrenit und Namensgeber der Children-Python bekannt. Den Hang zur Wissenschaft aller Couleur gab Children weiter an seine Tochter. 1839 lernte Anna mit ihrem Vater den Pionier der Fotografie, William Henry Fox Talbot kennen. Zudem begegnete Anna Atkins John Herschel, der bekannt ist für die Entwicklung des fotografischen Verfahrens der Cyanotypie. Anna Atkins eignete sich die fotographischen Techniken ihrer Vorbilder an und war schon bald in der Lage, Abbildungen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten als Botanikerin zu erstellen. Mit dem Cyanotypie-Verfahren hat Atkins Blätter und Blüten von Pflanzen fotografisch abbilden und somit dokumentieren können.1841 wurden Blaupausen ihrer Bilder im ersten Foto-Bildband überhaupt, dem British Algae: Cyanotype versammelt und veröffentlich.

  • Geboren: 16.03.1799 in Halsted Place, Kent (Großbritannien)
  • Ihre Mutter starb bei der Geburt.
  • Vater: Naturwissenschaftler John George Children
  • Anna Atkins bekam von ihrem Vater die Freiheit, sich frei zu entfalten und ihr Leben der Naturwissenschaft zu widmen
  • Neben der Naturwissenschaft fand Atkins vor allem in der Fotografie ihre Erfüllung.
  • Anna Atkins starb am 8. Juni 1871 mit 72 Jahren
  • Ihr erstes größeres Werk war ein illustriertes Buch mit über 200 Muschel-Zeichnungen für ihren Vater.
  • Zeit ihres Lebens war Anna Atkins noch unbekannt. Die Cyanografie wurde als nicht so hochwertig wie andere Methoden der Fotografie, z. B. die Talbotypuie angesehen.
  • Erst im 20. Jahrhundert gewannen die Arbeiten von Atkins an Bedeutung, seither ist Anna Atkins als Erschafferin des ersten Fotobuchs der Menschheitsgeschichte bekannt.
  • Eine Übersicht über die Werke von Anna Atkins findet ihr online bei Getty.
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Anna Atkins: 216. Geburtstag der Fotografin

Bei dem von Anna Atkins verwendeten Bildverfahren, dem Cyanotypie-Verfahrenwerden Chemikalien auf Papier so verwendet, dass sich dieses bei Sonneneinstrahlung blau verfärbt. Bleiben bestimmte Stellen auf dem Blatt geschützt, z. B. durch Abdeckung. heben diese sich in weißer Farbe von der blauen Umrandung ab. Eine Abbildung dieser Blaupausen könnt ihr heute als Google Doodle anstelle des bunten Google-Schriftzugs auf der Startseite der Suchmaschine ansehen. Eine Übersicht über cyanotypische Fotografien findet ihr im .

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Google verändert das Aussehen der Suchmaschine in unregelmäßigen Abständen. So werden hier wichtige Personen der Menschheitsgeschichte zurück in das alltägliche Bewusstsein geholt, z. B. Wassily Kandinsky oder Alessandro Volta. Zudem erinnert Google in seinen Doodles an wichtige Daten der Menschheitsgeschichte, z. B. den Tag der deutschen Einheit 2014 oder der Leipziger Montagsdemonstrationen. Das erste Google Doodle gab es bereits 1998. Damals signalisierten die beiden Google-Entwickler Larry Page und Sergej Brin mit der Änderung des Logos ihre vorübergehende Abwesenheit. Solange, wie das Doodle angezeigt wurde, hielten sich die Google-Gründer beim Burning Man Festival in der Wüste Nevadas auf.

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