BetaGoogle: Zukunft vorhersagen im Browser

Martin Maciej

Wer im Internet nach Informationen sucht, schlägt in den allermeisten Fällen virtuell die Seite von Google auf und gibt dort eine entsprechende Anfrage ein. Was viele nicht wissen, Google kann auch die Zukunft vorhersagen. Möglich macht dies der Google-Dienst „Betagoogle – Fortunetelling“.

Öffnet einfach die entsprechende Seite und entscheidet euch für eine der voreingestellten, englischsprachigen Vorschläge, um eure Zukunft bestimmen zu lassen. Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören Fragen wie „Werde ich meine Familie wiedersehen?“ oder „Gibt es einen Ort, an dem ich und meine Kinder eine sichere Zukunft haben werden?“.

Zu Betagoogle*

BetaGoogle: Zukunft vorhersagen im Browser

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Google auf Deutsch umstellen - so wird's gemacht

Natürlich ist das „Google Fortune Telling“ ein Fake. Google kann vieles und weiß noch mehr über euch, als ihr denkt, die Zukunft vorhersagen können die Verantwortlichen des Suchmaschinengiganten jedoch nicht.

  • Ganz gleich, für welche Frage man sich entscheidet, die Antwort ist immer die Gleiche.
  • Das Projekt möchte auf die Missstände von über 60 Millionen Flüchtlingen weltweit hinweisen, die sich eben jene vorangestellten Fragen nicht nur aus „Spaß“ bzw. Neugier, sondern aus existenziellen Gründen stellen.
  • Mit der Seite möchte man die Aufmerksamkeit zur Lösung der Flüchtlingskrisen in Europa und der ganzen Welt erhöhen.„

Als Antwort erhält man den folgenden Text:

“OF COURSE WE CAN’T PREDICT YOUR FUTURE! But 60 million refugees ask themselves every day if they have a future at all. So we used a fake Google-site to get your attention because apparently you were interested in your own future. Please take a moment to think of their future.“

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BetaGoogle weckt Aufmerksamkeit für Flüchtlingskrise

Achtung: Bei einigen Browsern kann die Webseite als „bösartig“ eingestuft werden. Ursache hierfür sind aller Voraussicht nach urheberrechtliche Gründe. Auch wenn das offizielle Logo und das Design von Google verwendet wurden, hinter der Webseite steckt nicht der Suchmaschinengigant selbst, sondern das Unternehmen BrainMedia aus den Niederlanden.

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Google selbst ist bei der Flüchtlingshilfe nicht inaktiv. Über eine eigens eingerichtete Aktionsseite wurden bereits weltweit 10 Millionen Euro für Flüchtlinge gesammelt. Die Wahrsage-Suchmaschine Betagoogle hilft den Flüchtlingen zwar nicht direkt, ist aber ein kleines Rädchen, um die Aufmerksamkeit für die Krise auf der gesamten Welt zu steigern.

Bildquellen: Vlue

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