Emmy Noether: Mathe, Algebra, Theoreme - Was zeigt Google heute am 23. März?

Martin Maciej

Öffnet ihr heute die Startseite der hierzulande beliebtesten Suchmaschine Google, lacht euch heute eine Dame an. Zudem seht ihr einige mathematische Symbole anstelle des bekannten, bunten Schriftzugs. Bei der Dame auf der Startseite handelt es sich um Emmy Noether.

Emmy Noether: Mathe, Algebra, Theoreme  - Was zeigt Google heute am 23. März?

Google beginnt die neue Woche mit einem Google Doodle anlässlich des 133. Geburtstag von Emmy Noether. Doch wer war diese Frau?

Emmy Noether: 133. Geburtstag der deutschen Mathematikerin

Bei Emmy Noether handelt es sich um eine deutsche Mathematikerin, die am 23. März 1882 in Erlangen geboren ist. Vielen Rechenmuffeln dürften die Leistungen Noethers eher übel aufstoßen, gleichzeitig gilt Emmy Noether allerdings als Mitgestalterin der algebraischen Theorien. Amalie Emmy Noether, so ihr vollständiger Name, legte an verschiedenen Stellen Grundsteine für die abstrakte Algebra in der theoretischen Physik. Besonders bekannt ist Emmy Noether für das sogenannte Noether-Theorem. Ihre mathematische Begabung hat Emmy Noether von Haus aus mitbekommen. Bereits ihr Vater Max sowie ihr Bruder waren Mathematiker.

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Obwohl sie zunächst ihre Leidenschaft an Tanz und Musik findet und Deutsch- sowie Französisch-Lehrerin wird, startet Emmy Noether 1903 ihr Mathematik-Studium, nachdem sich Frauen damals erstmals an bayerischen Universitäten immatrikulieren konnten. 1907 promovierte Emmy Noether als erst zweite Frau in Deutschland in Mathematik. In Göttingen darf Noether als Frau nicht offiziell an ihrer Fakultät unterrichten. Dennoch hält sie dort an der Uni im Namen von Professor David Hilbert als dessen Assistentin Vorlesungen in Mathematik ab. Nach seiner Meinung sei eine „Universität doch keine Badeanstalt“, womit die Seminare von Emmy Noether gerechtfertigt wurde. Dennoch arbeitete Noether zunächst unentgeltlich.

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1918 entwickelt Noether das „Noethersche Theorem“, besondere Bedeutung in der Welt der Mathematiker erhält Emmy Noether spätenstens 1920 durch die Publikation „Moduln in nichtkommutativen Bereichen, insbesondere aus Differential- und Differenzenausdrücken“. Das Theorem gilt als mathematische Formulierung für Einsteins Relativitätstheorie.

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Noch mehr könnt ihr über die Mathematikerin in dem Beitrag von BR Alpha erfahren:

Google feiert Begründerin der Algebra Emmy Noether

1933 wird Emmy Noethers Lehrauftrag entzogen. Als Jüdin muss die Mathematikerin zudem in die USA emigrieren. In Pennsylvania erhält sie 1934 eine Gastprofessur am Women’s College Bryn Mawr, stirbt dort allerdings nur ein Jahr später im Alter von 53 an den Folgen einer Unterleibsoperation. Neben dem Theorem ist Noether heute u. a. bekannt für:

  • Noethersche Induktion
  • Noetherscher Modul
  • Noetherscher Normaliersierungsatz
  • Noethersche Ordnung
  • Noetherscher Raum
  • Noetherscher Ring

Viele Schule, darunter das Gymnasium in Berlin Treptow-Köpenick tragen den Namen Emmy Noethers.

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Google verändert in unregelmäßigen Abständen das Erscheinungsbild der Google-Startseite, um an wichtige Personen der Menschheitsgeschichte zu erinnern, z. B. den Erfinder der Batterie Alessandro Volta oder um wichtige Daten zu Feiern oder ins Gedächtnis zu rufen, wie zuletzt am Freitag anlässlich der Sonnenfinsternis in Deutschland. Das Doodle-Motiv von heute anlässlich des 133. Geburtstags von Emmy Noether wurde von Sophie Diao gestaltet.

Bildquelle: Gregory Johnston und ra2studio

 

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