Dian Fossey auf Google Doodle: Es lebe der Gorilla!

Martin Maciej

Nachdem in den letzten beiden Doodles ruhmhafte Damen der Weltgeschichte geehrt wurden, ist auch die Google Startseite auch heute einer weiblichen Person gewidmet. Am heutigen Donnerstag, den 16.01. ist der Google Schriftzug dem 82. Geburtstag von Dian Fossey gewidmet. Doch wer war diese Fossey?

Dian Fossey auf Google Doodle: Es lebe der Gorilla!

Dian Fossey ist vor genau 82 Jahren in San Francisco geboren und wurde tot am 27. Dezember 1985 in Ruanda aufgefunden. Bekannt wurde Fossey insbesondere durch die Verfilmung diverse Elemente ihres Lebens 1988 im Film Gorillas im Nebel mit . Der Film wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet und erhielt zudem eine Oscar-Nominierung.

Dian Fossey auf Google Doodle: Kampf um den Erhalt der Berggorillas

Gorillas und andere Tiere aller Art standen im Zentrum von Fosseys Leben. Fossey war eine US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin. Begonnen hat sie ihre Arbeitslaufbahn jedoch zunächst als Ergotherapeutin. Erst ein Ausflug zu Ausgrabungen an der Olduvai-Schlucht gaben Fossey den Anstoß, ihr Leben den Berggorillas zu verschreiben. Zu ihrer Leidenschaft gehörten die Berggorillas. Daher verschrieb  sie sich besonders der Erforschung dieser Tiere und hatte primär den Schutz der Affenart in der afrikanischen Landschaft im Auge. Während ihrer Arbeit mit den Gorillas gelangen ihr Aufnahmen der Gorilla beringei beringei, so der wissenschaftliche Name, wie sie zuvor niemandem gelungen sind. 1963 begann sie mit ihren Reisen nach Ostafrika, wo sie ihre erste Begegnung mit den Gorillas hatte. Insbesondere der Paläontologe Louis Leakey war im Anschluss an ihre ersten Afrikareisen dafür verantwortlich, dass sich Dian Fossey der Gorilla-Forschung verschrieb.

Als Paläontologe beschäftige sich Leakey besonders mit der Menschwerdung. Da die Gorillas als nächste Verwandte der Menschen gelten, fokussierte er seine Forschung auch auf die menschenähnlichen Affen.

Das Google Doodle zeigt die Forscherin Dian Fossey bei der Arbeit. In den Google-Schriftzug eingearbeitet sind mehrere Stationen ihrer Arbeit im Urwald, sowie im ostafrikanischen Gebirge. Natürlich dürfen mehrere Gorillas auch nicht auf dem Doodle fehlen. Diese bekommen im Google-Bild auch den meistens Platz spendiert. Während Fossey lediglich rechts im Bild zu sehen ist, werden die Buchstaben vom O bis zum L im Google-Logo von den Menschenaffen ausgefüllt. Im Gegensatz zu manch anderem Doodle ist der Suchseitenschriftzug jedoch auch heute nicht interaktiv. Eine Übersicht über vergangene Doodles, die mehr als nur ein Bild bieten, findet ihr im gesonderten Artikel zu den Google Doodle Spielen.

Während ihrer Forschungsarbeit gelang es Dian Fossey, den Berggorillas stets näher zu kommen und in deren Nähe akzeptiert zu werden. Auch die Silberrücken, Leiter der Gorillagruppen, sträubten sich nicht gegen die Forschungsunternehmungen der Zoologin. Selbst nahe Berührungen im Gesicht und Kommunikationsversuche konnte Fossey während ihrer Forschungszeit auf Band festhalten. Hierdurch gelang es ihr bislang unerforschte und unbekannte Verhaltensweisen der Berggorillas festzuhalten und Familienstrukturen sowie Kommunikationsmöglichkeiten festzuhalten.

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Diane Fossey und die Gorillas

Natürlich hatte die Forscherin auch ihre Favoriten unter den Gorillas. Ihr Lieblingstier war Digit (Finger), gekennzeichnet durch eine Anomalie an der rchten Hand. Auch Digit fiel jedoch einer Attacke durch Wilderer zum Opfer. Am 31. Dezember 1977, 10 Jahre, nach der ersten Begegnung von Fossey und Digit wurde dieser beim Versuch seine Familie zu beschützen getötet.

Sind ihr die Menschenaffen ans Herz gewachsen, konzentrierte sich Dian Fossey zusätzlich auf den Schutz der Tiere und wurde mit dem einen oder anderen Wilderer konfrontiert. Auch die Zerstörung der Fallen und Überwachung von Gorillagruppen gehörte zu ihren Aufgaben. Vertreter afrikanischer Regierungen behaupten, dass Fossey jedes Mittel Recht war, um den Kampf zum Schutz der Gorillas voranzutreiben. So gab sie sich teilweise ausfallend und unbeherrscht gegenüber den Staatsoberhäuptern Afrikas. Dian Fossey hatte zudem den Ruf weg, sich zu sehr auf die Berggorillas zu versteifen, während ihr die Menschlichkeit mehr und mehr verloren ging. Ihr Kampfgegen die Wilderer und die Jagd der Gorillas wurde Fossey aller Anschein nach letztendlich zum Verhängnis.

Google zeigt Dian Fossey im heutigen Doodle

Am 27. Dezember 1985 wurde die Tierschützerin ermordet mit eingeschlagenem Schädle in ihrer Forschungsstation. Wer für den Tod Fosseys verantwortlich ist, konnte bis heute nicht geklärt werden. Vermutet wird, dass ihre Anstrengungen zum Schutz der Berggorillas auch zu ihrem Tod führen, immerhin hatte sie sich hiermit nicht nur Freunde, sondern eben auch Feinde auf Seiten von Wilderern gemacht. Auch ihre Bemühungen, die Berggorillas vor gierigen Blicken von Touristen abzuschotten konnte dem einen oder anderen afrikanischen Politiker ein Dorn im Auge gewesen sein.

Neben dem Film, der ihre Gorilla-Forschung näher beleuchtet wurde zudem der Asteroid 23032 nach der Zoologin benannt. Dieser wurde 1999 von einem Amateurastronomen in Australien gefunden.

Alle bisherigen Doodles die hierzulande oder nur im Ausland sichtbar waren, findet ihr im Google Doodle Archiv.

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