Nelson Mandela: das zeigt Google heute

Martin Maciej

Den vergangenen Monat stand die Google Startseite wie so ziemlich der Rest der Medienwelt ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach diversen bunten Schrift- und Spielzügen als Logo der größten Suchmaschine der westlichen Welt gibt es heute wieder ein traditionelles Google Doodle zu sehen. Google ehrt den im letzten Jahr verstorbenen Anti-Apartheids-Kämpfer Nelson Mandela.

Nelson Mandela: das zeigt Google heute

Heute vor 96 Jahren ist Nelson Rolihlahla Mandela in Mvezo, Südafrika zur Welt gekommen. Gestorben ist der erste schwarze Präsident Südafrikas im vergangenen Dezember. Mandela war von 1994 bis 1999 das Oberhaupt Südafrikas und gleichzeitig der erste schwarze Präsident im Land. Sein politisches Engagement begann bereits 1944 las Mitglied im African National Congress (ANC). Diese Aktivität sorgte allerdings auch, dass Mandela einen Großteil seinen Lebens im Gefängnis verbringen musste. Der ANC setzt sich -auch mit Waffengewalt- gegen die weiße Vorherrschaft in Südafrika ein. 1962 wurde Nelson Mandela verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Erst 1990 wurde Mandela aus dem Gefängnis entlassen.

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Die schönsten Google Doodles: Eiffelturm-Eröffnung, Raumsonden, Festivals und Thanksgiving.

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Nelson Mandela: 1918 – 2013

Nelson Mandela steht neben Mahatma Gandhi und Martin Luther King als der Pionier im Kampf für Freiheit und gegen die Rassentrennung in den Geschichtsbüchern. 1993 erhielt Mandela den Friedensnobelpreis. Zuvor war Nelson Mandela, häufig auch nach seinem traditionellen Clannamen Madiba genannt, 27 Jahre als politischer Gefangener inhaftiert. Mandela gilt mit seinem Lebenswerk als Wegbereiter für die Aufhebung der Trennung von schwarzen und weißen Südafrikanern.

Zum Thema: R.I.P. Nelson Mandela – Held und Revolutionär der Gerechtigkeit

Google ehrt Nelson Mandela mit eigenem Doodle

Google bringt der Welt den Freiheitskämpfer für die folgenden 24 Stunden noch einmal in Erinnerung. Wer sich heute auf die Suche nach Informationen, News und neuen Inhalten im Netz bei der Suchmaschine begibt, sieht anstelle des gewohnten bunten Schriftzugs das Antlitz des Friedensnobelpreisträgers. Sein Porträt ist dabei umrahmt von Blumen, das zweite „O“ gilt als Rahmen für Mandelas Kopf. Klickt ihr auf den Pfeil rechts neben dem Doodle werden euch Zitate aus dem Leben Mandelas präsentiert:

“No one is born hating another person because of the color of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.“

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Das Zitat aus der ersten Doodle-Seite stammt aus der Nelson Mandela-Biografe  „Long Walk To Freedom“ aus dem Jahre 1994. Mandela selbst hatte einen Feiertag, der ihn in den Mittelpunkt stellen sollte, regelmäßig abgeleht. 2009 beschlossen die Vereinten Nationen, den 18. Juli, Nelson Mandelas Geburtstag, als Gedenktag einzurichten. Vor allem an diesem Tag sollen kritikwürdige Verhältnisse auf der Welt in den Vordergrund gerückt werden. Symbolisch bedeutsam für den Nelson Mandela-Tag ist die Zahl „67“ . Mandela selbst hat 67 Jahre seines Lebens für eine humane und gerechte Gesellschaft in Südafrika gekämpft. Menschen auf aller Welt sollen nun alljährlich am 18. Juli 67 Minuten lang ebenfalls den Zielen, die Welt zu ändern und untereinander zu helfen, widmen.

Nelson Mandela: Freiheitskämper und erster schwarzer Präsident

2004 zog sich Mandela aus der politischen Öffentlichkeit zurück. Nichtsdestotrotz blieb Nelson Mandela als moralische Instanz und Gesicht im Kampf gegen die Apartheid auch nach seinem politischen Rückzug uimmer noch präsent.

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Das Doodle von heute bietet euch mit einem Klick auf den Pfeil rechts weitere Zitate des „Revolutionärs der Gerechtigkeit“. Auf gemalten BIldern wird Mandela sowohl in Gefangenschaft, als auch als Präsident und Redner vor dem südafrikanischen Volk gezeigt. Mit dem Text-Button links neben dem Bild gibt es den Inhalt noch einmal auf Deutsch übersetzt unter dem Doodle. Wem die Zitate aus dem Leben Mandelas gefallen, kann diese mit dem entsprechenden Button bei Google, Facebook oder Twitter teilen. Die Lupe bringt euch zu den Suchergebnissen bei Google zum Suchbegriff „Nelson Mandela“.

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2014 ist der erste Nelson Mandela-Day ohne Mandela selbst. Nichtsdestotrotz sorgt nicht nur Google mit seinem Doodle dafür, dass der Nationalheld und seine Ziele auch in Zukunft noch präsent, wichtig und erinnerungswürdig bleiben. Mandela ist im vergangenen Jahr am 5. Dezember in Johannesburg nach langer Krankheit verstorben. Der amtierende südafrikanische Präsident Zuma verabschiedete Mandela mit den Worten „Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren.“

Google verändert unregelmäßig, aber häufig das Gewand der Suchmaschinen-Startseite, um bekannte und unbekannte Personen der Weltgeschichte zu ehren oder auf bedeutsame Tage hinzuweisen. Anfang Juni gab es etwa eine Hommage an den weltgrößten Go-Spieler Honinbu Shusaku, im Mai wurde der Erfinder des kniffligen und packenden Zauberwürfels, Ernö Rubik, anlässlich seines 40. Geburtstags auf der Google-Startseite gedacht. Seinen Ursprung haben die Doodles 1998, als die Google-Gründer Larry Page und Sergej Brin mit einem veränderten Logo darauf hinweisen wollten, dass die damals  beiden einzigen Entwickler nicht im Haus, sondern auf dem Burning Man-Festival anwwesend waren. Zwei Jahre später wurde vom damaligen Praktikanten ein Doodle zum Sturm auf die Bastille auf der Startseite angezeigt. Aufgrund der willkommenen Resonanz der Besucher führte Google das Doodle als einen wichtigen und immer wiederkehrenden Bestandteil auf der Suchmaschine ein.

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