Coin: Die Kreditkarte, die keine und doch viel mehr ist

Kamal Nicholas 1

Es kann schnell nerven, wenn man unzählige Magnetstreifen- und Chipkarten (wie Kredit-, EC- und Bonuskarten) in seinem Geldbeutel mit sich herumschleppt. Mit der High-Tech-Karte Coin will ein Start-Up Unternehmen aus San Francisco nun im Portemonnaie aufräumen.

Coin: Die Kreditkarte, die keine und doch viel mehr ist

Coin klingt wie das zu einem physischen Träger gewordene Google Wallet: Mit nur einem Gerät (was Coin quasi auch ist) werden einzelne Kredit-, EC- und Bonuskarten überflüssig. Denn Coin ist im Gegensatz zu diesen bekannten Karten wesentlich intelligenter und vereint sie einfach alle. Wie genau das geht, zeigt dieses Einführungsvideo.


Coin ist also eine Magnetstreifenkarte mit eingebauter Elektronik. Dank dieser können die Informationen aller anderen Karten, die mit einem Magnetstreifen ausgestattet sind, in ihr vereint werden. Mittels eines einfachen Tastendrucks und des kleinen integrierten Displays können dann je nach Bedarf die unterschiedlichen Informationen der einzelnen eingespeisten Karten aufgerufen werden. Coin nimmt dann diese Information und überträgt sie auf den Magnetstreifen und wird damit einsatzbereit. Es klingt so gut.

Das Einlesen der Daten

Eingespeist werden die einzelnen Karten über das Smartphone. Dazu wird ein kleiner Kartenleser (im Lieferumfang enthalten) an den Klinkenanschluss des Smartphones angeschlossen, mit der zugehörigen App scannt und fotografiert man dann seine Karten, um sich diese Daten dann auf sein Gerät zu übertragen. Bisher sollen bis zu 8 Karten von einem Coin unterstützt werden. Auf dem Display von Coin werden die einzelnen Karten jeweils mit deren letzten vier Ziffern und bei Kreditkarten der Sicherheitsnummer angezeigt.

Coin selbst ist mit einer Batterie ausgestattet, die laut der Entwickler etwa 2 Jahre halten soll. Da diese sich nicht austauschen lässt, wäre nach 2 Jahren ein neues Coin fällig. So richtig geschickt ist das zwar nicht, vielleicht ändert sich das ja aber in Zukunft noch.

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Und die Sicherheit?

Man kann sagen was man will, aber neue Technologien zum Bezahlen haben es im Vergleich zu anderen Ländern bei uns in Deutschland verdammt schwer. Während in Istanbul NFC mehr oder weniger zum Alltag gehört und Leute in Stockholm wirklich alles mit der Kreditkarte bezahlen können, rennen wir teilweise noch zur Bank, um dort den Überweisungsträger per Hand und Stift auszufüllen. Und so wird sicherlich auch Coin hierzulande etwas  kritisch aufgenommen. Aber die Frage nach der Sicherheit ist natürlich auch absolut berechtigt.

Die Entwickler hinter Coin teilen diesbezüglich mit, dass die auf der Karte und im Smartphone abgelegten Daten immer nur verschlüsselt vorliegen. Dadurch, dass Smartphone und Coin miteinander verbunden sind (per Bluetooth LE) ist es außerdem möglich, dass der Nutzer einen Hinweis erhält, sobald die Karte eine gewisse Reichweite verlässt. Sobald diese Trennung länger besteht (den Zeitraum soll man hier selbst festlegen können), deaktiviert sich Coin automatisch und kann nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch lässt sich Coin aber auch ohne Smartphone nutzen, dies muss allerdings aktiv eingeschaltet werden.

Coin4

Das kleine Problem

Eigentlich stellt sich bisher nicht wirklich die Frage, ob wir in Deutschland Coin tatsächlich einsetzen würden, da in Europa meisten nicht der Magnetstreifen unsere Kredit- und EC-Karten zum Einsatz kommt, sondern der auf den Karten eingesetzte Chip. Und genau diesen Chip hat Coin nicht.Noch nicht. In der Zukunft könnte sich das allerdings ändern, wie die Entwickler auf ihrer Webseite in den FAQs deutlich machen. och wie sagt man so schön: Aller Anfang ist schwer.

In den USA kann man Coin bereits jetzt zum Preis von 50 Dollar vorbestellen, ab Sommer 2014 soll Coin dann in den handel kommen und ca. 100 Dollar kosten.

Quellen: Coin via Android Police und t3n

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