Mann hinter iCloud-Nacktbilder-Leak bekennt sich schuldig

Florian Matthey 10

Der 36-jährige „Hacker“, der die Daten von zahlreichen iCloud- und Gmail-Benutzern geklaut hat – inklusive zahlreicher Nacktaufnahmen von Prominenten – hat sich vor Gericht in den USA schuldig bekannt. Dennoch drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

Mann hinter iCloud-Nacktbilder-Leak bekennt sich schuldig

Ryan Collins aus Pennsylvania wird beschuldigt, sich Zugang zu Gmail- und iCloud-Accounts von über 100 Personen erschlichen zu haben. Die meisten von ihnen waren Prominente. Collins verschickte so genannte „Phishing“-E-Mails an die Betroffenen: Die Mails, die Collins zwischen November 2012 und September 2014 verschickte, sahen aus, als stammten sie von Google oder Apple, und forderten die Empfänger auf, ihre Zugangsdaten einzugeben. Im Anschluss konnte Collins sämtliche E-Mails und iCloud-Backup-Daten herunterladen.

Gerade unter den iCloud-Daten befanden sich zahlreiche Fotos; darunter auch viele Nacktfotos von Prominenten. Diese hatten diese mit iPhones und iPads aufgenommen und entweder online als Backup gespeichert oder als Fotostream oder iCloud-Fotomediathek mit Apples Cloud-Dienst synchronisiert.

Bisher konnte die Staatsanwaltschaft Collins nicht nachweisen, dass er die Daten auch selbst weitergegeben hat. Collins räumt aktuell als Geständnis auch lediglich ein, sich die Daten beschafft zu haben. Sollte der Nachweis der Weitergabe noch erbracht werden können, könnte sich Collins Strafmaß noch deutlich erhöhen. Aktuell liegt es zwischen achtzehn Monaten und fünf Jahren Freiheitsstrafe.

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