WSJ: Apple arbeitet an besserem Datenschutz für iCloud

Holger Eilhard

Um den Schutz der Daten in iCloud zu verbessern, soll das Unternehmen aus Kalifornien nun auch einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zufolge an einer Verbesserung der Verschlüsselung auf Apples Servern arbeiten.

WSJ: Apple arbeitet an besserem Datenschutz für iCloud

Im Streit zwischen Apple und dem FBI war in den vergangenen Wochen immer wieder das Thema Datensicherheit in iCloud in den Schlagzeilen. Diese können im Gegensatz zum Gerät eines Benutzers aktuell noch relativ einfach von Apple und damit den Behörden ausgelesen werden.

Während die Daten auf einem mit Passwort oder Fingerabdruck geschütztem iPhone oder iPad relativ sicher vor ungewolltem Zugriffen sind, sieht dies bei den Daten in iCloud aktuell noch anders aus.

Die iCloud-Daten sind zwar verschlüsselt, können aber durch Apple dechiffriert werden und so – etwa nach der Absegnung eines Gerichts – an die Behörden übergeben werden. So ist es auch im Fall von San Bernardino bereits geschehen.

Nachdem es bereits im Februar einige Berichte gab, dass Apple hier ebenfalls die Verschlüsselung verbessern will, meldet nun auch das Wall Street Journal ähnliche Details. Apple will in Zukunft nicht länger für die Schlüssel der Nutzer verantwortlich sein und könnte somit die unverschlüsselten Daten auch nicht länger weitergeben.

Apple arbeitet derzeit daran, den Prozess für die Anwender so bequem und sicher wie möglich zu machen. Das Problem besteht darin, dass beim Vergessen des Passworts die Anwender nicht länger Zugriff auf die eigenen Daten haben würden und auch Apple nicht weiterhelfen könnte.

Im Streit zwischen Apple und dem FBI werden sich beide Parteien in der kommenden Woche am 22. März vor Gericht sehen. Möglicherweise wird Apple das Event am Tag zuvor nutzen, um erneut auf diesen Streit und die eigene Position hinzuweisen.

Apple weigert sich eine eigene iOS-Version für das FBI zu entwickeln, die es ermöglichen würde, das iPhone 5c des Attentäters aus San Bernardino zu entschlüsseln. Dies könnte laut Apple für einen Präzedenzfall sorgen; bereits jetzt warten diverse iPhones bei den US-Behörden auf eine Entschlüsselung.

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