Mobelux, die Macher der Android-App von Instapaper verkünden gute Nachrichten: Seit dem Release des Nexus 7-Tablets haben sich die Verkäufe der App vervielfacht. Ob es jedoch einen ursächlichen Zusammenhang gibt und die Verkaufszahlen überhaupt als Erfolg zu werten sind, bleibt fraglich.

 

Instapaper

Facts 

Bei der App Instapaper handelt es sich um einen Service, bei dem man Artikel auf Webseiten, sowohl am PC als auch Mobilgeräten, zum späteren Lesen markieren kann. Daraufhin werden die Artikel gesammelt, und in einer angenehm lesbaren Form auf das entsprechende Gerät heruntergeladen, sodass man sie sogar offline lesen kann. Mit Pocket und Readability existieren zwei plattformübergreifende kostenlose Alternativen zu Instapaper.

Bislang war die App vor allem unter iOS erfolgreich, seit Anfang Juni existiert aber auch eine kostenpflichtige Android-App. Sie kostet 2,99 Dollar bzw. 2,41 Euro im Play Store. Und diese hat seit dem Release des Nexus 7 einen Sprung in den Verkäufen gemacht. Wie Jeff Rock, Mitgründer von Mobelux berichtet, entfallen bereits eine Woche nach dem Launch des Google-Tablets etwa 15,6% aller Installationen auf das Nexus 7. Damit ist Instapaper aus dem Stand präsenter auf diesem Gerät als auf dem Galaxy Note oder Galaxy S3. Insgesamt hätten sich die Verkäufe in diesem Zeitraum sogar versechsfacht.

instapaper installs

Hinweis zur Statistik: Der Device-Name „grouper“ steht für das Nexus 7.

Das spricht nicht nur dafür, dass sich das Nexus 7 offenbar ganz hervorragend verkauft, sondern auch dafür dass es ein lesefreundliches Device ist und natürlich dafür, dass sich die 25 US-Dollar Play Store-Guthaben bezahlt machen, die Google allen Käufern des Nexus 7 beigibt. Ebenfalls interessant ist, dass auf 71 Prozent der Geräte, auf denen Instapaper installiert ist, mindestens Android 4.0 läuft.

Laut offizieller Play Store-Zahlen ist Instapaper lediglich auf 5.000 bis 10.000 Geräten installiert, das heißt rein rechnerisch auch nur auf maximal 1.600 Nexus 7-Tablets. Zum Vergleich: Der kostenlose Kontrahent Pocket besitzt eine Installationsbasis von einer bis fünf Millionen, also mindestens hundertmal so viel. Das heißt, dass die Zielgruppe von Instapaper relativ spitz ist, vermutlich sind eine recht große Anzahl davon sogar Nutzer, die schon länger Instapaper nutzen, etwa weil sie Apple-Geräte besitzen, und auch im Android-Bereich generell mehr Geld auszugeben bereit sind - sowohl für Geräte als auch für Apps. Entsprechend vorsichtig sollte man diese Zahlen hinsichtlich ihrer Repräsentativität also einordnen.

Genauso sieht es aber auch Jeff Rock (Übersetzung von uns):

Mit dem richtigen Produkt kann man sogar eine App spezifisch für das Nexus 7 ausliefern und trotzdem Geld damit verdienen. Mir ist bewusst, dass Instapaper für Android ein sehr spezifisches Produkt mit einer bestimmten Zielgruppe ist, aber dies ist generell ein gutes Zeichen für die Zukunft der Android-Entwicklung. Die Leute bleiben auf dem Stand. Sie verwenden moderne Geräte und kaufen Apps. Gute Voraussetzungen für einen gesunden Markt.

Wie seht ihr das: Hat Instapaper eine Chance gegen Pocket? Und ist es überhaupt ein Erfolg, wenn sich Apps vor allem auf Android-Geräten der neueren Generation verkaufen? Eure Meinung in die Kommentare.

Download: Instapaper für Android (2,41 Euro)

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Quelle: TheNextWeb [via PhoneArena]

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Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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