Megaupload 2.0 - Nachfolger von Megaupload kommt 2017

Selim Baykara

Megaupload 2.0 nennt sich der Nachfolger des 2012 eingestellten File-Sharing-Anbieters Megaupload. Losgehen soll es bereits im Januar 2017 - und mit seinem neuestes Projekt plant Gründer Kim Dotcom nichts weniger als eine Revolution des File-Sharing. Hier findet ihr alle Infos zu Megaupload 2.0.

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Internet-Guru Kim Dotcom kann es nicht lassen: Auch wenn der Deutsche seit 2012 per Haftbefehl von den US-Behörden gesucht wird, arbeitet er derzeit mit aller Kraft an seinem neuen Projekt Megaupload 2.0. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich dabei um einen Nachfolger des 2012 eingestellten File-Sharing-Dienstes Megaupload. Wie man es von Kim Dotcom gewohnt ist, hat der Internet-Unternehmer mit seinem neuen Portal wieder große Pläne: Auf Twitter redet er schon von „einem Albtraum für alle, die überwachen und zensieren wollen“.

Megaupload 2.0: Das bringt der Nachfolger

Bislang sind nur vereinzelte Details zu Megaupload 2.0 bekannt - was Kim Dotcom natürlich nicht daran hindert, den Dienst schon jetzt in den Himmel zu loben. Im Moment sucht Dotcom allerdings noch nach Mitarbeitern, die ihn in den Bereichen Verschlüsselung und Datensicherheit unterstützen. Immerhin ist schon ein Starttermin für Megaupload 2.0 anvisiert: Ab dem 20. Januar 2017 sollen Nutzer ihre Dateien mit dem Dienst tauschen können. Hier die wichtigsten Facts zum-Megaupload-Nachfolger:

  • Nutzer von Megaupload 2.0 können bis zu 100 GB verschlüsselte Daten hochladen.
  • Die Daten werden voraussichtlich über mehrere verschiedene Plattformen synchronisiert werden können.
  • Möglicherweise wird es daher auch Apps für Megaupload 2.0 geben.
  • Der File-Sharing Dienst wird zudem als White-Label-Angebot an den Start gehen.
  • Damit können Unternehmen die Dienste von Megaupload 2.0 ohne zusätzliche Kosten unter dem eigenen Domain-Namen anbieten.
  • Daneben soll Megaupload 2.0  eng mit dem Online-Zahlungsmittel Bitcoins verknüpft werden (siehe nächster Abschnitt).

Megaupload 2.0 - Bitcoins + File-Sharing = Bitcache

Kim Dotcom setzt mit Megaupload 2.0 darauf, dass es immer noch genügend Interessenten gibt, die Dateien anonym und sicher mit anderen Nutzern über das Internet teilen wollen. Vermutlich nicht unbegründet: Filesharing ist zwar seit einigen Jahren rückläufig, dennoch werden im Netz immer noch illegal Filme, Musik und Games heruntergeladen. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen gerade Megaupload 2.0 zu nutzen will Dotcom seinen File-Sharing-Dienst mit dem Online-Zahlungsmittel Bitcoins verknüpfen.

  • Uploader könnten demnach Bitcoins für jede hochgeladene Datei erhalten. Ebenso ist denkbar, dass man für einen Download Bitcoins zahlen muss.
  • Ein Teil dieser Mikrotransaktionen ginge an Megaupload, das sich damit finanziert.
  • Die Bitcoins werden in einem eigenen E-Wallet (also einer virtuellen Geldbörse) gespeichert, die man zusammen mit dem Megaupload-Account erhält.
  • Dotcom bezeichnet dieses Konzept als Bitcache und rechnet mittelfristig mit 100 Millionen Nutzern.
  • Nutzer-Konten des ersten Megaupload-Dienstes können nach derzeitigem Stand für Version 2.0 übernommen werden.

Dass Kim Dotcom von seinem neuen Projekt überzeugt ist, ist klar. Obwohl den letzten angekündigten Projekte etwa der verschlüsselte Internet-Alternative MegaNet oder dem (inzwischen weiterverkauften) Dienst Mega der große Erfolg versagt blieb und Dotcom im Moment immer noch im neuseeländischen Exil lebt, gibt sich der exzentrische Unternehmer so selbstbewusst wie eh und je. Dabei gibt zahlreiche Kritiker an seinem neuen Projekt Megaupload 2.0. In Teilen der Bitcoin-Community wird z.B. befürchtet, dass man mit dem Bitcache eine zentralisierte Struktur schaffe, die dem Grundgedanken einer dezentralisierten digitalen Währung strikt widerspreche. Dazu komme, dass sich das Mining von Bitcoins  sowieso nicht mehr lohne.

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 Bildquelle: welcomia

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