Moto 360: Nutzer können Smartwatch über Moto Maker bald selbst gestalten

Rafael Thiel

Trotz etwaiger Kritik seitens Apple baut Motorola seinen Moto Maker weiter aus: Ab März wird sich neben dem Moto X auch die Android Wear-Smartwatch Moto 360 vor dem Kauf über die Designplattform individualisieren lassen.

Moto 360: Nutzer können Smartwatch über Moto Maker bald selbst gestalten

Die Moto 360 (Test) geistert mittlerweile schon seit beinahe einem Jahr durch die Tech-Welt. Nachdem sie zunächst mehrmals angeteasert wurde, kann man die smarte Uhr von Motorola seit der offiziellen Vorstellung im September vergangenen Jahres erwerben. Zu Beginn wurde die Smartwatch jedoch lediglich mit Lederarmbänden und in den Farben Schwarz und Silber feilgeboten. In den Folgemonaten wurde die Auswahl an erhältlichen Modellvarianten allmählich erhöht – mittlerweile gibt es eine goldene Uhr, Metallarmbänder in entsprechenden Farben und auch mehr vorinstallierte Watchfaces zum Einstellen.

Wenige Wochen, bevor sich die Vorstellung von Android Wear und somit der erste Blick auf die Moto 360 jährt, kündigt Motorola an, die Smartwatch bald auch über den hauseigenen Moto Maker erhältlich zu machen. Wie schon beim Moto X sollen dem Kunden auch bei der Smartwatch alle Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Palette ist derweil bei Weitem nicht so vielseitig wie beim Smartphone der Lenovo-Tochter. Zur Auswahl stehen Gehäuse in den Farben Schwarz, Silber und Champagner (Gold), Armbänder in unterschiedlichen Größen (18 und 23 Millimeter) und aus verschiedenen Materialien – wahlweise Leder oder Metall.

Auf der Individualisierungsplattform wird man auch das voreingestellte Watchface, also das digitale Ziffernblatt, aus elf verschiedenen Angeboten auswählen können – durch ein Android Wear-Update kann ein solches übrigens nach Wunsch jetzt auch aus dem Play Store geladen werden. Die Uhr wird daraufhin in der unternehmenseigenen Moto Maker-Fabrik in Shenzhen zusammengebaut und verschickt – sollte die Kombination in natura wider Erwarten doch nicht gefallen, kann das Paket kostenlos zurückgesendet und eine neue Uhr gestaltet und geordert werden.

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Damit geht Motorola den zuvor eingeschlagenen Weg konsequent weiter – der Kritik von Jony Ive zum Trotz. Der Chef-Designer von Apple hatte den Moto Maker als „Verantwortungsentzug der Designer“ bezeichnet. Darauf hat Dickon Isaacs, Motorolas Chef-Designer für Wearables, auch eine Antwort: „Ich denke, wir sind nicht dogmatisch bezüglich unseres Designs. Wir wollen die Kunden bestärken und am Ende werden sie eine engere Beziehung zu ihrem Gerät haben, wenn sie am Designprozess beteiligt waren.“ Das bezeichnet er im Gespräch mit Wired übrigens auch als „Ikea-Effekt“ – Teil des Entwicklungsprozesses zu sein, schaffe eine stärkere Kundenbindung.

Die Moto 360 soll schon ab dem kommenden Monat im Moto Maker an den Start gehen. Bis dahin könnten zudem auch weitere Accessoires vorgestellt werden, gleichwohl Isaacs den Teaser für „etwas Neues“ nicht weiter spezifizieren will. Schon im Juni des letzten Jahres gab es dahingehend Gerüchte und Isaacs bestätigt auch, dass der Plan von Beginn an vorsah, die Smartwatch auf der eigenen Individualisierungsplattform anzubieten. Bislang ist indes noch unklar, ob die Smartwatch, wie auch das Smartphone seinerzeit, zunächst ausschließlich in den USA über die den Moto Maker erhältlich sein wird. Ein Post auf Facebook der deutschen Motorola-Division stellt derweil ein neues Programm des Moto Makers in Aussicht – womöglich ist damit die Moto 360 gemeint.

Quelle: Wired via Android Police

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