Moto X: Motorola-Chef kontert Design-Kritik von Apples Jony Ive

Rafael Thiel 32

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Magazin New Yorker hatte Jony Ive, Chef-Designer von Apple, gegen Motorola und den Moto Maker gefeuert. Seiner Meinung nach entspreche die Design-Plattform einer Kapitulation der Design-Abteilung des Herstellers. Das konnte Motorola-Chef Rick Osterloh so nicht stehen lassen und kontert postwendend.

Moto X: Motorola-Chef kontert Design-Kritik von Apples Jony Ive

Sir Jonathan Ive gilt eigentlich als medienscheu und bevorzugt es, seine Produkte sprechen zu lassen, doch bisweilen meldet auch er sich in der Presse zu Wort. Der New Yorker hat unlängst einen ausführlichen Bericht – samt Interview – über den Chef-Designer von Apple veröffentlicht. Darin wird er zu verschiedenen Themenbereichen der Tech-Industrie befragt, etwa VR-Brillen und aufgerüstete Autos.

Bei dieser Gelegenheit kommt auch kurz Motorola zur Sprache, wenngleich Ive darauf bestand, den Namen des von ihm angesprochenen Unternehmens nicht zu veröffentlichen. Dabei handelt es sich jedoch offensichtlich um Motorola und den Moto Maker, den der Apple-Designer kritisiert.

„Ihr Motto ist: „Mach was auch immer du willst. Du kannst welche Farbe auch immer du willst auswählen.“ Ich denke, damit entziehen sich die Designer der eigenen Verantwortung“ – Jony Ive, Chef-Designer bei Apple

Mithilfe des Moto Makers kann der Kunde das Smartphone, also ein Moto X, den eigenen Wünschen entsprechend farblich ausgestalten – ein Angebot, auf das Rick Osterloh, CEO von Motorola, doch ziemlich stolz ist. Der Chef des mittlerweile zu Lenovo gehörenden Unternehmens zeigt sich demnach wenig begeistert von den Aussagen Ives. Gegenüber der BBC gab er an, bei Motorola „eine andere Philosophie“ zu verfolgen. Nach ihm, „sollten die Kunden in den Design-Prozess eingebunden werden“.

„Wir sehen eine echte Dichotomie in dieser Branche, wo es Firmen wie Apple gibt, die so viel Geld verdienen und haarsträubende Preise aufrufen. Wir sind davon überzeugt, dass das nicht die Zukunft ist. die größte Chance liegt darin, wirklich gute und bezahlbare Geräte für Menschen, die nicht so viel Geld ausgeben wollen, herzustellen. Ein tolles Smartphone und eine großartige mobile Benutzererfahrung sollte kein teures Luxusgut sein – es sollte eine simple Entscheidung für jedermann sein.“Rick Osterloh, CEO von Motorola

Außerdem bemängelt er die Preispolitik des Konkurrenten mit dem angebissenen Apfel als Logo. Die verlangten Preise seien seiner Meinung nach „haarsträubend“ und „nicht zukunftstauglich“. Bei Motorola wird stattdessen das Ziel verfolgt, zufrieden stellende Benutzererfahrungen zu unterschiedlichen, aber bezahlbaren Preisen abzuliefern – mit den Moto G-Modellen sowie dem Moto E ist das Unternehmen auf einem guten Weg. In einen älteren Interview postulierte Osterloh gar das nahende Ende von 600 Euro-Smartphones.

Quelle: New Yorker, BBC via Droid-Life

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