YouTube könnte in Zukunft den Content seiner Ersteller näher unter die Lupe nehmen

Lisa Fleischer

Erst im letzten Jahr führte YouTube ein, dass Video mit gewalttätigen Inhalten nicht mehr monetarisiert werden können. Das reicht dem Unternehmen jetzt wohl nicht mehr. Es überlegt, Videos erfolgreicher Ersteller künftig auf deren Inhalte zu überprüfen.

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Youtubers Life - Trailer.

Wie die Seite Bloomberg von geheimen Quellen aus dem Umfeld YouTubes erfahren haben will, wird das Unternehmen in Zukunft Inhalte besser überprüfen. Vor allem solche YouTuber sollen genauer unter die Lupe genommen werden, die an dem Google Preferred-Programm teilnehmen. Das Programm sichert den erfolgreichsten YouTubern besser bezahlte Werbeanzeigen.

YouTube verbietet Umsatz mit Ego-Shootern

In letzter Zeit haben sich die Werbepartner jedoch zunehmend über unpassende Inhalte beschwert. Sie befürchten, dass ihr Produkt mit den Inhalten verbunden werden könnte, wird eine ihrer Werbeanzeigen davor oder darin ausgespielt. Schon im Sommer 2017 führe YouTube deshalb ein, dass vor oder in Videos, die Gewalt enthalten, keine Werbung mehr ausgespielt werden kann. Vielen Let’s Playern wurde dies zum Verhängnis, stufte YouTube damals doch auch fiktive Inhalte wie Shooter als nicht monetarisierbare Videos ein.

Jetzt sollen die Richtlinien noch strenger werden. Grund dafür ist neben für Kinder angebotene Videos, die keinesfalls kinderfreundlich waren auch das umstrittene Video von Logan Paul, in dem er ein Suizid-Opfer im Aokigahara-Wald zeigt.

Noch mehr Skandale, die 2017 auf YouTube und Twitch passiert sind:

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Die größten Skandale 2017 von YouTubern und Streamern.

Zur Überprüfung werden nicht mehr nur Bots eingesetzt, YouTube will zusätzlich 10.000 menschliche Angestellte zur Filterung der Videos einsetzen. Logan Paul wurde von YouTube derweil gänzlich aus dem Google Preferred-Programm genommen.

Wie findest du es, dass Google seine Inhalte inzwischen stärker überprüfen will? Erhoffst du dir davon wieder qualitativ bessere Inhalte oder befürchtest du gar, dass YouTube die Inhalte seiner Ersteller irgendwann sogar zensieren wird, um Werbekunden nicht zu vergraulen?

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