Windows 10 und Datenschutz: Microsoft will Datenschutzbedenken ausräumen

Peter Hryciuk

Windows 10 steht seit dem Release am 29. Juli unter Verdacht die eigenen Nutzer auszuspionieren und viele Daten an das Unternehmen zur Analyse zu schicken. Nachdem sich die Berichterstattung in den letzten Wochen sehr intensiv um den Datenschutz in Windows 10 gedreht hat, äußert sich Microsoft erstmals selbst im Windows Blog zu dem Thema. Es wird erläutert welche Daten gesammelt werden und wie die Nutzer selbst bestimmen können, welche Daten zur Verfügung gestellt werden. Microsoft stellt aber bereits zu Beginn klar, dass der Datenschutz höchste Priorität hat, die gewonnen Daten die Produkte des Unternehmens verbessern und die Nutzer die Einstellungen jederzeit anpassen können.

Windows 10 und Datenschutz: Microsoft will Datenschutzbedenken ausräumen

Sicherheit und Zuverlässigkeit

Mit der Übertragung und Analyse von bestimmten Daten wird die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Windows 10 kontinuierlich und zeitnah verbessert. Kommt es zu Problemen, werden einzelne Informationen gesammelt und verschlüsselt an Microsoft übertragen. Die Daten sind nicht mit einem bestimmten Nutzer in Verbindung zu bringen, sondern sollen nur die Daten beinhalten, die wichtig für die Problemlösung sind. Als Beispiel nennt Microsoft einen fehlerhaften Treiber, der für Probleme gesorgt hat. So konnte das zuständige Unternehmen in kürzester Zeit kontaktiert und der Fehler innerhalb von 24 Stunden mithilfe des Insider Programms behoben werden. Innerhalb von 48 Stunden wurde der Fix auch allen anderen Nutzern zur Verfügung gestellt. Größe Schäden konnten so kurzfristig vermieden werden.

Personalisierung

Windows 10 ist so persönlich, wie noch kein anderes Betriebssystem von Microsoft zuvor. Um das zu ermöglichen, müssen natürlich entsprechende Daten zur Verfügung stehen. Persönliche Details sollen dabei helfen Informationen bereitzustellen, für die man sich sowieso interessiert - z.B. Ergebnisse eines bestimmten Vereins. Sucht man bestimmte Informationen häufiger oder gibt bestimmte Worte oft ein, merkt sich das System diese Eingaben und kann auf Basis dieser noch zuverlässiger arbeiten. Es steht jedem Nutzer aber frei, die Daten auch wirklich zur Verfügung zu stellen. In den Datenschutz-Einstellungen können alle Details individuell angepasst werden. Das wiederum beeinflusst aber Funktionen wie Cortana.

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Daten für Werbung

Microsoft gibt an, dass zu keinem Zeitpunkt Daten für Werbung gesammelt werden. Es werden keine E-Mails oder andere Dokumente analysiert, um personalisierte Werbung anbieten zu können.

Feedback der Nutzer

Das Feedback der Nutzer hat die Entwicklung von Windows 10 extrem beeinflusst und das Betriebssystem dadurch so gut werden lassen. Die Äußerungen der Nutzer sind aber auch darüber hinaus sehr wichtig für Microsoft und werden natürlich erhört. Dazu lädt Microsoft alle Nutzer ein, dem Insider Programm beizutreten. Dort wird das Feedback der Nutzer gesammelt.

Konnte Microsoft eure Datenschutzbedenken unter Windows 10 mit diesem Beitrag ausräumen?

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