Adidas: Science-Fiction-Sneaker Futurecraft 4D geht in die Massenproduktion

Stefan Bubeck

Sneakers aus dem 3D-Drucker sind ein heißer Trend – Adidas geht aber schon einen Schritt weiter und will mit einem noch besseren Verfahren 100.000 Paare des neuen Futurecraft 4D produzieren.

Adidas FUTURECRAFT 4D CREATE.

Es ist nicht der erste Anlauf in Sachen innovativer Fertigungsmethoden, den Adidas da unternimmt – bereits letztes Jahr konnten sich einige Fans über den 3D Runner freuen, zumindest wenn sie schnell genug waren, eines der limitierten Exemplare zu ergattern. Einige Monate später macht der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach nun den nächsten Schritt und geht mit dem Futurecraft 4D in die Massenproduktion.

Adidas Future Craft 4D: Programmierbare Flüssigharze und Athletendaten der letzten 17 Jahre

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3D-Drucker 2014: die erhältlichen Modelle mit Preisen im Überblick (Update)

Das Fertigungsverfahren „Digital Light Synthesis“ wurde von Carbon, einem in Silicon Valley ansässigen Tech-Unternehmen, entwickelt. Das Verfahren soll herkömmlichem 3D-Druck einige Schritte voraus sein, was die Oberflächenqualität und die Produktionsgeschwindigkeit angeht. Letzteres ist entscheidend, sodass die nächste Sneaker-Generation nun auch in Massen hergestellt werden kann. Laut Hersteller ist die neue Fertigungsmethode eine Kombination aus digitaler Lichtprojektion, sauerstoffdurchlässiger Optik und programmierbarer flüssiger Harze.

Quelle: Adidas
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Für die Zwischensohle des Futurecraft 4D wurden Athletendaten aus einem Zeitraum von 17 Jahren berücksichtigt. In Zukunft sind sogar individuell angepasste Sohlen denkbar, sodass Sportler den optimal passenden Schuh für ihre Anforderungen bekommen könnten.

„Mit Digital Light Synthesis setzen wir uns über die Grenzen der Vergangenheit hinweg und starten eine neue Ära für Design und Produktion in der Sportartikelindustrie. Eine Ära, die durch Athletendaten und agile digitale Fertigungsprozesse bestimmt wird,“ schwärmt Eric Liedtke, Vorstandsmitglied bei Adidas.

Adidas verspricht 5.000 Paar, die für die Saison Herbst/Winter 2017 im Einzelhandel erhältlich sein werden. Bis Ende 2018 sollen es dann 100.000 Paar sein – das erhöht die Chancen für interessierte Sneakerfans deutlich, an die Science-Fiction-Treter ran zu kommen. Konkrete Preise wurden noch nicht genannt, aber man darf davon ausgehen, dass das kein billiger Spaß wird. Für den Hyperadapt 1.0 von Konkurrent Nike muss man so viel zahlen, wie für ein Smartphone-Flaggschiff – wenn man überhaupt irgendwo ein Paar zu kaufen bekommt. Mal sehen, ob das Adidas besser hin bekommt, die neue Fertigungstechnik sieht schon mal vielversprechend aus.

Quellen: Adidas, Carbon

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