Serien und Filme kostenlos schauen: Amazons Geheimpläne enthüllt

Stefan Bubeck

Einen kostenpflichtigen und werbefreien Video-Streaming-Service bietet Amazon mit Prime Video bekanntermaßen bereits an. Nun plant der Konzern laut Brancheninsidern den Aufbau eines neuen Video-Dienstes, der ganz ohne Gebühren funktionieren und sich über Werbung finanzieren soll – der Zugang dazu ist allerdings etwas eingeschränkt.

Serien und Filme kostenlos schauen: Amazons Geheimpläne enthüllt

Amazon arbeitet angeblich am Start eines neuen Dienstes namens „Free Dive“. Dort bekommen wir dann zukünftig kostenlos Serien und Filme im Stream zu sehen, allerdings unterbrochen von Werbung – das berichtet das Nachrichtenmagazin The Information, dem offenbar exklusive Einblicke in die Pläne vorliegen.

Amazon Free Dive: Eine kostenlose Alternative zu Amazon Prime Video?

Amazon Free Dive werde laut den Reportern ein neuer Dienst für Nutzer von Amazon-Fire-TV-Geräten, wie etwa dem Fire TV (2017) oder dem Fire TV Cube. Somit werde Free Dive eine kostenlose Alternative zu Amazon Prime Video – zumindest, wenn man zu den rund 48 Millionen Besitzern eines Fire-TV-Geräts gehört.

Inhaltlich seien bei Free Dive „ältere TV-Shows“ zu erwarten, Amazon stehe dazu bereits in Verhandlung mit den Rechteinhabern aus der Unterhaltungsindustrie. Brandneue und teure Exklusiv-Produktionen wie Tom Clancy’s Jack Ryan dürften also weiterhin nur bei Prime Video zu sehen sein:

Tom Clancy's Jack Ryan: Official Trailer – Amazon Prime Original.

Amazon will ein Stück vom Werbemarkt-Kuchen

Die TV-Offensive kommt nicht von ungefähr: Amazon greift mit Free Dive den in den USA populären Konkurrenten Roku an. Dieser bietet mit „Roku Channel“ bereits ein vergleichbares Angebot an. Dort gibt’s Filmklassiker wie „The Matrix“ (1999) oder 60er-Jahre-Serien wie „Verliebt in eine Hexe“ zu sehen.

Amazon will also neben der „Netflix-Alternative“ Amazon Prime Video auch eine Möglichkeit schaffen, seine Fire-Geräte für kostenbewusste Nutzer interessanter zu machen. Mit einem kostenlosen und werbefinanzierten Video-Streaming-Dienst könnte das klappen. Sicher ist, dass es hier um eine Menge Geld geht: Das Geschäft mit Werbeclips ist lukrativ – Amazons Vorstoß in diese Richtung war für Branchenbeobachter schon abzusehen.

Offiziell ist das alles noch nicht – Amazon schweigt sich zu dem Thema aktuell aus und ließ eine Anfrage von CNET unbeantwortet. Ob und wann wir hierzulande mit Amazon Free Dive rechnen dürfen, ist also nicht bekannt.

Quellen: The Information, Fortune

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