Fire TV Stick 4K im Test: Modern, schnell, günstig und etwas unübersichtlich

Sebastian Trepesch

Der Fire TV Stick 4K hat mehr oder weniger zwei Vorgänger: den Fire TV und den Fire TV Stick. Ob der Stecker die Anschaffung oder gar einen Wechsel lohnt, klären wir in unserem Test.

Jetzt baumelt nur noch ein Stick hinten am Fernseher: Die kleine Box, das Fire TV, hat ausgedient. Die 4K-Auflösung gibt es jetzt nämlich im kleinen Format, mit dem Fire TV Stick 4K von 2018. Den Fire TV Stick von 2017, ohne dem Zusatz 4K, gibt es weiterhin. Wer seinen alten Fernseher ohne 4K-Auflösung zum Smart TV tunen möchte, kann auf diesen  zurückgreifen – sofern er nicht die neue Fernbedienung und eine etwas flottere Oberfläche des 4K-Modells möchte.

Fire TV Stick 4K im Test: Fazit

4K, HDR, Dolby Atmos, … – der neue Fire TV Stick 4K ist ein gutes Produkt zu einem sehr guten Preis, vor allem in der aktuellen . Die Hardware arbeitet zügig und übertraf dabei sogar unseren smarten Fernseher. Mit der neuen Fernbedienung kann man nicht nur Alexa nutzen (was mal sehr gut, mal nicht funktioniert), sondern auch Grundfunktionen des TV-Gerät steuern.

Da ist es fast schon schade, dass viele den Fire TV Stick 4K gar nicht erst brauchen: Smart-TV-Besitzer können für die Streaming-Funktion auf die Amazon-App des TV-Gerätes zurückgreifen. Die ist, wie wir im Test befanden, auf die Bedürfnisse von Prime-Kunden deutlich besser zugeschnitten als die für sie unübersichtliche Bedienoberfläche des Fire TV Stick 4K.

Amazon Fire TV Stick 4K – Testwertung

  • Bildqualität: 4/5
  • Funktionen: 4/5
  • Bedienung: 3/5
  • Praxis: 3/5

Gesamtwertung: 70%

Der Fire TV Stick 4K kostet 59,99 Euro (aktuell ).

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Fire TV Stick 4K im Test: Das hat uns gut gefallen

  • Mit 4K und HDR (Dolby Vision, HDR10, HLG) bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde ist der Fire TV Stick 4K auf aktuellem Stand der Technik. Das kann für ein überzeugendes Bild sorgen.
  • Die Ton-Unterstützung reicht bis hin zu Dolby Atmos.
  • Es geht auch ohne Amazon-Abo: Wer nur die ARD-Mediathek, Netflix und andere Anbieter nutzen möchte, kann das problemlos machen. Ein Amazon-Konto benötigt man aber.
  • Zwar ist die Oberfläche auf die Amazon-Inhalte optimiert, die Integration anderer Dienste ist dennoch gut gelöst.
  • Die Navigation ist flott, Apps starten zügig, auch mobile Spiele lassen sich akzeptabel spielen.
  • Die Fernbedienung des Fire TV kann nun den Fernseher über Infrarot steuern, Buttons gibt es für Power, Lautstärke und Stummschalten. Die Anbindung erfolgte während der Einrichtung quasi von selbst.

Das hat uns am Fire TV Stick 4K nicht so gut gefallen

  • In unserem Netzwerk dauerte es uns zu lange, bis der Fire TV Stick 4K von einer niedrigeren Auflösung auf 4K umstellte. Die Bildqualität erreichte selten das Optimum. Übrigens: Die Internetverbindung soll mindestens 15 MBit/s, besser 20 MBit/s liefern.
  • Wer auf der TV-Oberfläche keine Werbung möchte, ist bei dem Stick falsch. Amazon entdeckt Fire TV immer mehr als Vermarktungsplattform. Das zeigt sich zum einen an eingeblendeten Werbebannern (Versicherung, Streamingdienst, Amazon-Abos). Zum anderen wird man selbst als Amazon-Prime-Abonnent im Prime-Video-Bereich immer wieder auf kostenpflichtige Inhalte geführt. Die Prime-Kennzeichnung im Bild, wie in der Smart-TV-App von Amazon, gibt es nicht.
  • 4K-Inhalte sind bei Amazon Prime, aber auch unter den Kauf-Filmen, noch Mangelware (wenn man die eigenproduzierten Serien mal außer Acht lässt).
  • Streaming vom Smartphone aus geht nur über Drittanbieter-Apps. AirPlay funktioniert leider nur über Apple-Geräte zuverlässig (was aber Apple verantwortet).

Sollte man vom Fire TV Stick auf den Fire TV Stick 4K umsteigen?

Wer einen 4K-Fernseher besitzt, kann es sich überlegen. Alle anderen nicht. Denn Auflösung und HDR-Unterstützung sind die wesentlichen Unterschiede für den Filmgenuss. Die Bedienoberfläche aktualisiert der Hersteller ja auch von den älteren Sticks regelmäßig. Bleiben noch die praktischere Fernbedienung des neuen Amazon Fire TV Stick 4K und die zügige Oberfläche als Kaufgrund.

Das Update von dem Fire TV (ohne „Stick“) lohnt sich nicht – denn der bot auch schon 4K mit 60 Bildern pro Sekunde, HDR10 und Dolby Atmos.

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Sebastian Trepesch
Sebastian Trepesch, GIGA-Experte für Apple-Produkte und -Software, Fotografie, weitere Technikprodukte.

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