Also doch: Apple plant für 2019 die TV-Revolution

Peter Elstner 1

Viele Jahre hieß es, dass der nächste Markt, den Apple aufmischen wird, das TV-Geschäft sein wird. Nachdem die Pläne dann einige Zeit auf Eis lagen, soll es in einem Jahr aber tatsächlich so weit sein.

Also doch: Apple plant für 2019 die TV-Revolution
Bildquelle: GIGA.

Apples TV-Pläne: Eine schwere Geburt

Was hat Apple im Bereich Fernsehen vor? Lange Zeit hieß es, dass Apple als nächstes einen eigenen Fernseher herstellen wolle – die ersten Vorhersagen in diese Richtung liegen schon fast ein Jahrzehnt zurück.

Dann berichtete die Gerüchteküche, dass es Apple eher um Inhalte und Software statt um Hardware gehe: Das Unternehmen plane einen eigenen TV-Streaming-Dienst, der eine Alternative zum herkömmlichen Kabelfernsehen sein sollte. Aufgrund frustrierender Verhandlungen mit Rechteinhabern soll Apple diese Pläne Ende 2015 aber auf Eis gelegt und sich entschlossen haben, mit der Set-Top-Box Apple TV eher auf Apps zu setzen.

Apple will 2019 mit eigenen Fernsehserien durchstarten

Die New York Times berichtet jetzt, dass Apple aktuell einen neuen Anlauf plant – mit einer anderen Strategie. Vielleicht schon im März 2019, wohl aber bis Sommer 2019 werde Apple im großen Stil einen TV-Streaming-Dienst starten. Dieser soll aber nicht Inhalte von anderen Anbietern umfassen, sondern Apples eigene exklusive Fernsehserien.

Dass Apple eigene Fernsehserien plant, ist kein Geheimnis – bisher gibt es bei Apple Music zwar nur Serien wie Planet of the Apps und Carpool Karaoke, die quasi Werbung für den App Store und Apple Music selbst machen sollen. Kürzlich erklärte Apples Dienstleistungs-Chef Eddy Cue aber deutlich, dass Apple stärker in dieses Geschäft einsteigen wolle.

Einen Vorgeschmack von Carpool Karaoke bei Apple Music bietet dieses Video.

Carpool Karaoke bei Apple Music.

Den New-York-Times-Quellen zufolge errichtet Apple dafür aktuell ein Gebäude bei Los Angeles – also in direkter Nachbarschaft zu Hollywood – mit fast 12.000 Quadratmeter Nutzungsfläche. Dort sollen 40 Personen an Apples weltweitem Video-Angebot arbeiten, das auch speziell zugeschnittene Inhalte für Lateinamerika und Europa umfassen soll. Apples jährliche Ausgaben in diesem Bereich gingen mittlerweile weit über die 1 Milliarde US-Dollar, die zwischenzeitlich die Runde durch die Gerüchteküche machte, hinaus – in den letzten Monaten habe Apple mehr für eigene Inhalte ausgegeben als beispielsweise Facebook oder Google.

Die von Apple produzierten Serien sollen zum eigenen optimistischen Markenimage passen und daher auch familienfreundlich sein: Eher dunkle, kontroverse und sozialkritische Themen dürften also keine so große Rolle spielen. Wie genau Apple die Inhalte anbieten möchte – ob als Teil der TV-App und somit vielleicht kostenlos für alle Apple-Kunden, als Teil von Apple Music für alle Abonnenten oder über ein ganz neues Angebot – ist derweil offenbar noch nicht klar. Eins ist aber klar: Planet of the Apps und Carpool Karaoke waren nur kleine Experimente und somit ein Anfang für etwas viel Größeres.

Quelle: New York Times via MacRumors

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