Vor der Präsentation der Apple Watch gab es Gerüchte um diverse biometrische Sensoren, die im fertigen Produkt jedoch „fehlen“. Apple soll sie aber tatsächlich geplant haben - die Watch sollte ursprünglich ein ganz anderes Gerät werden.

 

Apple Watch

Facts 

Das üblicherweise gut informierte Wall Street Journal (via Mac Rumors) berichtet über die Probleme, die Apple ursprünglich mit diversen Sensoren für die Apple Watch hatte. Eine nicht namentlich genannte Quelle berichtete dem Wall Street Journal, dass Apple die Apple Watch ursprünglich als Gerät für Gesundheit und Fitness konzipiert habe. Hierfür habe Apple Sensoren eingeplant, die den elektrischen Widerstand der Haut des Benutzers, Blutdruck und die Sauerstoffsättigung des Blutes messen sollten. Die Apple Watch sollte dadurch die Funktion eines kleinen EKG übernehmen können.

Allerdings habe es diverse Probleme gegeben - die Sensoren hätten nicht präzise genug gearbeitet, vor allem beim Widerstands-Sensor gab es Probleme, wenn sich zu viele Haare auf der Haut befanden, wenn die Haut zu trocken war oder der Benutzer die Uhr nicht eng anliegend getragen hat. Da die Smartwatch sogar das Stressniveau des Benutzers messen können und ihm gesundheits- oder verhaltensbezogene Tips geben sollte, hätte Apple noch die Genehmigung von weiteren US-Gesundheitsbehörden einholen müssen.

Die Probleme bei der Entwicklung hätten die Apple Watch zu einem „schwarzen Loch“ für Apples Ressourcen gemacht, so dass sich Apple letztendlich dazu entschied, die Zahl der Sensoren deutlich zu reduzieren. Allerdings war das Gerät dadurch nicht mehr das Produkt, das sich Apple ursprünglich vorgestellt hatte - so dass sich das Unternehmen dann überlegen musste, wie man noch ein attraktives Gerät erschaffen könne. Erst dann kamen die zahlreichen Kommunikations- und weitere Funktionen hinzu, die Apple bei der Präsentation im vergangenen Herbst zeigte.

Das Wall Street Journal will übrigens auch erfahren haben, wie viele Exemplare Apple für die Markteinführung ab April herstellen will: Fürs erste Quartal wolle das Unternehmen fünf bis sechs Millionen Exemplare produzieren. Bei der Hälfte soll es sich um die günstigste Apple Watch Sport handeln, bei einem Drittel wiederum um die reguläre Apple Watch mit Edelstahl-Gehäuse. Rund 17 Prozent blieben dann für die - voraussichtlich sehr teure - Apple Watch Edition mit Goldgehäuse.

Bilderstrecke starten(21 Bilder)
Die Apple Watch in Bildern

 

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.