Apple Watch mit Kassen-Zuschuss: AOK & DKV fördern Fitness-Tracking

Ansgar Warner 13

AOK und die private DKV machen es schon, die Techniker Krankenkasse denkt darüber nach: Zuschüsse für das Fitness-Tracking via Apple Watch & Co. sollen die Gesundheit der Versicherten fördern.

Die Apple Watch alleine macht nicht fit, ihre Nutzung vielleicht schon, denn Fitness-Apps unterstützen bei sportlichen Aktivitäten, messen Herzfrequenz, Streckenlänge oder verbrauchte Kalorien. Nun springen die ersten Krankenkassen auf den Trend auf: sie belohnen ihre Mitglieder mit Prämien und Zuschüssen, wenn sie sich Smartwatch oder Fitness-Tracker anschaffen.

Vorneweg trabt die AOK Nordost. In Berlin, Brandenburg und MeckPomm zahlt sie z.B. Apple Watch-Käufern 50 Euro dazu. „Dieser Zuschuss wird für Geräte gewährt, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch usw. dokumentieren, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches – auch die AppleWatch“, zitiert chip.de einen AOK-Sprecher. Smartphones werden nicht gefördert, wer aber z.B. in Apples App Store Gesundheits-Apps für das iPhone shoppt (z.B. Runtastic), bekommt 20 Euro pro Jahr erstattet.

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Privatversicherte können sich bundesweit den Kauf der Apple Watch subventionieren lassen: Die DKV bietet nämlich so etwas an, berichtet die WELT. „Die DKV fördert im Jahr 2015 den Kauf eines Fitnessarmbands oder einer Smartwatch mit 50 Euro pro Versichertem“, zitiert das Blatt eine Sprecherin. Das Angebot beziehe sich auf Versicherte in Tarifen, die eine „Aktivprämie“ für gesundheitsbewusstes Verhalten vorsehen.

Bei der Techniker Krankenkasse denkt man ebenfalls über Fördermaßnahmen nach. Schon bisher erhalten TK-Versicherte für Vorsorgemaßnahmen eine „Gesundheitsdividende“ von 250 Euro pro Jahr. Die könnte demnächst auf den Smartwatch-Kauf inklusive Apple Watch ausgedehnt werden. Das sei bei der Aufsichtsbehörde so beantragt und werde wohl im Herbst 2015 kommen, bestätigt die TK.

Zumindest gegenüber dem Junktim von Gesundheits-Apps und Versicherungszuschüssen haben nicht nur Datenschützer, sondern auch die Bundesversicherungsanstalt allerdings Bedenken angemeldet, wie die FAZ berichtet. Als problematisch wird nicht nur das Sammeln und Weitergeben von Gesundheitsdaten angesehen, sondern auch Fragen wie: Wer hat die gemeldeten Kalorien verbrannt?

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