Rasant in der Hand, lahm am Arm: iPhone-Marktanteil wächst, Apple Watch hinkt hinterher

Ansgar Warner 35

Das iPhone bleibt Apples stärkster Umsatztreiber, in den USA erhöhte sich der Marktanteil seit März auf jetzt 43,5 Prozent (laut comScore). Die Apple Watch knickt dagegen bei der Nachfrage ein, Analysten schrauben ihre Erwartungen deutlich herab.

Rasant in der Hand, lahm am Arm: iPhone-Marktanteil wächst, Apple Watch hinkt hinterher
Bildquelle: LW Yang (cc-by-2.0).

Eigentlich könnte man Apple ganz einfach als „den iPhone-Hersteller“ betiteln, denn immerhin sorgt das populäre Smartphone mittlerweile für mehr als zwei Drittel des Umsatzes. Seit dem Start des iPhone 6 im letzten Jahr hat das Unternehmen den Marktanteil in den USA sogar noch ausbauen können: in den letzten drei Monaten kletterte er laut comScore noch einmal um zwei Prozent nach oben auf nun 43,5 Prozent (ComTech sieht das allerdings anders). Das Geschäft der Mitbewerber dagegen bricht ein oder stagniert, wie etwa beim Hauptkonkurrenten Samsung, der lediglich um 0,1 Prozentpunkte zulegte und in den USA mit 28,7 Prozent Marktanteil Nummer zwei hinter Apple bleibt.

„Image der Taschenrechner-Uhr bremst den Absatz“

So gesehen ist es vielleicht kein Wunder, dass die Apple Watch Probleme hat, in die Fussstapfen des Über-Gadgets iPhone zu treten. Analysten schrauben ihre Erwartungen derzeit sogar schon wieder herab: „Nach dem was wir hören verlangsamt sich die Nachfrage nach der Apple Watch schnell“, zitiert Forbes Andy Hargreaves von Pacific Crest Securities, der selbst nur noch mit knapp über 10 Millionen verkauften Geräten in diesem Jahr rechnet. Die Reaktion der Reviewer sei eher gemischt, das Image bewege sich zu stark in Richtung „Taschenrechner-Uhr“, und gemessen am Suchmaschinen-Trends rangiere die Apple Watch jenseits des iPods, so Hargreaves.

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Apple Watch: Appetitanreger auf gesättigtem Markt

Eine Chance für die Apple Watch könnte aber die Marktsättigung in Sachen iPhone sein: „Wir glauben, bis Ende des Jahres wird die Mehrheit der Leute, die 15.000 Dollar oder mehr pro Jahr verdienen, ein iPhone besitzen“, rechnet Hargreaves nämlich zugleich vor. Wachstum könnte also in Zukunft mit dem iPhone-Accessoire erzeugt werden. Wenn man denn die Nutzer überzeugt, dass sie das Mini-Touchscreen am Handgelenk wirklich brauchen.

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