Weil eine seiner Uhren den Namen „iSwatch“ trägt, will der schweizerische Uhrenhersteller Swatch nun weltweit gegen Apple vorgehen. Der Name „iWatch“ sei der eigenen Marke zu ähnlich und stifte Verwirrung.

 

Apple Watch

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Unklar ist, mit welchen Schritten der Uhrenhersteller vorgeht. Swatch versucht weltweit zu verhindern, dass Apple eine Uhr mit Namen „iWatch“ auf den Markt bringen kann. „In allen Ländern, wo die Marke eingetragen ist, gehen wir dagegen vor“, sagte eine Sprecherin der Swatch-Group.

Wie das schweizerische Portal Watson berichtet, befindet sich der Hersteller in einem laufenden Rechtsstreit, der die iWatch-Marke betrifft. Seit 2007 wehre sich der Hersteller Erfolgreich gegen die Eintragung des Begriffs.

Der Name iWatch (alternativ IWATCH) sei in „unzähligen“ Ländern als Produkt oder Dienstleistung in das Markenregister eingetragen. Auch Apple hat sich den Begriff in zahlreichen Ländern schützen lassen. Als Tarnung verwendete das Unternehmen den Namen Brightflash USA LLC. In ähnlicher Weise hatte man sich auch die Markenrechte am iPad gesichert.

In mehr als 80 ließ sich Swatch den Begriff iSwatch eintragen. Unter anderem in den USA, Japan und Großbritannien wurde Swatch die Marke „endgültig“ zugesprochen. 

In vielen Ländern, in denen sich Apple die iWatch-Marke sichern möchte, ist bislang keine Entscheidung gefallen. Um auf einen Antrag zu reagieren, haben die Länder 18 Monate Zeit, weiß der Markenexperte Stephan Beutler.

iWatch gegen iSwatch: Ausgang unklar

Swatch hatte die Marke iSwatch in 30 Ländern kurze Zeit nach Apples Eintragung der iWatch-Marke registriert. Sollten sich beide Marken dort in die Quere kommen, könnte Apple auf prioritären Markenschutz pochen.

Die Entscheidungen können von Land zu Land unterschiedlich ausfallen. In Island, wo Swatch den Amerikanern zuvor kam, wurde Apples Antrag abgelehnt - weil iWatch leicht mit iSwatch zu verwechseln sei.

Übrigens: Das erste Land, in dem Apple die iWatch-Marke registrieren ließ, war Jamaika. Am 3. Dezember 2012 ließ Apple die Marke dort eintragen, schreibt Watson. Der einfache Grund: Das dortige Markenregister sei nur schwer zugänglich und verschaffe dem Unternehmen einen zeitlichen Vorsprung, bevor Konkurrenz oder Journalisten den Namen aufspüren können.

Bild: Swatch

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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