Swatch: Wir haben „One more thing“ bei Columbo geklaut, nicht bei Apple

Ansgar Warner 14

War es doch keine Rache für die Apple Watch? Swatch dementiert, dass der beantragte Markenschutz für „One more thing“ aus Steve Jobs Vokabular stammt – der Satz stamme vielmehr aus der TV-Serie „Columbo“.

Swatch: Wir haben „One more thing“ bei Columbo geklaut, nicht bei Apple

„One more thing“ sagte Steve Jobs gerne, wenn bei den Keynotes ein neues tolles Produkt enthüllt wurde – und auch Tim Cook verwendet die Phrase, zuletzt beim Launch der Apple Watch. Als kürzlich bekannt wurde, dass ausgerechnet Swatch den geflügelten Drei-Wort-Satz unter Markenschutz gestellt hat, dachten natürlich alle an eine mehr oder weniger subtile Retourkutsche. Denn Swatch-Gründer Nick Hayek ist auf die Apple Watch nicht gut zu sprechen, hat sie doch der Schweizer Uhrenindustrie kräftig das Geschäft verhagelt.

Nun dementiert Swatch kräftig – ein Firmensprecher stellte gegenüber TechCrunch klar, man sichere sich regelmäßig Markenrechte für einzelne Uhren oder Uhrenkollektionen, und lasse sich dabei von allem möglichen anregen. In der aktuellen Kollektion befänden sich z.B. Namen wie „Moitié-Motié“ oder „Centrino“, abgeleitet von kulinarischen Spezialitäten. Manchmal kämen die Vorbilder aber auch aus Filmen oder Serien, wie im Fall von „One more thing“: „In diesem Fall haben wir uns von Kommissar Columbos Textzeile ‚Just one more thing‘ inspirieren lassen – denn unser Design-Team möchte eine ‚Film Noir‘-Kollektion launchen“.

So ganz ohne Apple als Sparring-Partner scheinen die Schweizer Uhrmacher trotzdem nicht auszukommen. In einem Interview mit der Neuen Züricher Zeitung hatte Swatch-Chef Nick Hayek am letzten Wochenende noch einmal gegen Cupertino ausgeteilt, und die Apple Watch als „wenig revolutionär“ bezeichnet sowie die schlechte Akku-Performance kritisiert. Mit dem eigenem Know-How, so der Swatch-CEO, könne man bessere Ergebnisse erzielen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung