Apple-Keyboard: Display-Tasten in Zukunft möglich

Sven Kaulfuss 11

Stellt Apple in Zukunft eine neue Mac-Tastatur mit eingebauten Mini-Displays her? Immerhin wurde jetzt ein entsprechendes Patent der Kalifornier bekannt. So ganz frisch ist die Idee jedoch nicht. Wie einst beim Sputnik waren die Russen schon vorher da.

Apple-Keyboard: Display-Tasten in Zukunft möglich

Das Patent beschreibt den Aufbau des Keyboards mittels spezieller Tasten. Diese sind teilweise transparent und funktionieren wie kleine Bildschirme – können also frei mit Piktogrammen, Symbolen und Schriftzeichen belegt werden. Je nach Anwendung sind diese dann speziell auf den Nutzer zugeschnitten. Ebenfalls denkbar: Die Darstellung entsprechender Länder-Layouts. Apple bräuchte demnach in Zukunft nur noch ein einziges Keyboard-Modell für die Macs zu fertigen. QWERTZ, QWERTY, AZERTY etc. würden dann einfach per Software dargestellt.

Apple-Tastatur: Beleuchtung, Gestensteuerung und haptisches Feedback

Durch das transparente Design, wäre es ferner möglich, das Keyboard zu beleuchten. Interessant: Apple gedenkt den Tasten auch die Funktion eines Single- oder Multitouch-Displays angedeihen zu lassen. Dies eröffnet den Weg zur Gestensteuerung. Obendrein möglich: Ein spezielles, haptisches Feedback. Anwender könnten beim betätigen der Tasten demnach entweder einen leichten Widerstand oder eine Vibration verspüren.

Die Display-Technologie lässt Apple im Patent dagegen noch offen: OLED, LED, LCD, Plasma oder sogar E-Ink – alles ist denkbar.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist natürlich nicht klar, ob Apple tatsächlich Planungen für eine derartige Tastatur in naher Zukunft umsetzen wird. Oftmals dienen Patente einfach auch nur der rechtlichen Absicherung gegenüber dem Wettbewerb. Apropos: So ganz neu ist die Idee einer solchen Tastatur nicht. Tatsächlich konnte und kann man sie schon kaufen.

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Das Vorbild aus Russland: Optimus Maximus

Schon 2007 erregte das russische Art.Lebedev Studio Aufsehen mit seinem Optimus Maximus Keyboard. Basierend auf einer Studie aus dem Jahr 2005, wurde die Tastatur bestehend aus zig kleinen OLED-Bildschirmen in geringen Stückzahlen ausgeliefert. Größtes Manko: Der exorbitant hohe, vierstellige Preis. Auch der kleinere Nachfolger mit LCD-Tasten (Optimus Popularis) kostet derzeit umgerechnet noch immer über 1.000 Euro. Selbst für Apple-Verhältnisse ein kleines Vermögen. Auf Gestensteuerung und ein spezielles Finger-Feedback muss man bei diesen Tastaturen jedoch verzichten.

Zum Thema:

Via Cult of Mac.

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