ASUS ZenWatch: Nächste Smartwatch mit einer Woche Akkulaufzeit

Tuan Le 6

ASUS plant mit der nächsten ZenWatch offenbar Großes. Gegenüber Medienvertretern ließ der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Jonney Shih, verlauten, dass man die Akkulaufzeit zukünftiger Smartwatches von etwa zwei Tagen auf eine ganze Woche verlängern wolle.

ASUS ZenWatch: Nächste Smartwatch mit einer Woche Akkulaufzeit

Smartwatches - egal ob nun mit einem proprietären Betriebssystem oder Android Wear - haben im vergangenen Jahr sicherlich die Aufmerksamkeit vieler Nutzer auf sich ziehen können. So wirklich erfolgreich ist bislang aber noch keine der smarten Uhren gewesen, was unter anderem teils recht ernüchternden Akkulaufzeiten zuzuschreiben sein dürfte. Während man klassische Armbanduhren für gewöhnlich jahrelang am Handgelenk trägt, bevor die Zeiger aufhören sich zu bewegen, ist das Erreichen des Feierabends nach einem langen Arbeitstag für die aktuellen Smartwatches schon eine große Herausforderung. Die ASUS ZenWatch konnte in unserem Test definitiv an vielen Stellen überzeugen, doch die Akkulaufzeit war auch hier nicht unbedingt spektakulär. Laut Jonney Shih soll sich genau dies aber schon beim Nachfolger gewaltig ändern.

Smartwatches als Companion Device, nicht als eigenständige Geräte

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Der ASUS-Vorstandschef sieht Smartwatches weniger als kleine Smartphones am Handgelenk, sondern als Companion Devices. Primär sollen Smartwatches seiner Meinung nach also in Verbindung mit dem Smartphone als eine Art Erweiterung genutzt werden. Dementsprechend müssen künftig sowohl der Prozessor als auch das Betriebssystem seinen Ausführungen zufolge erheblich vereinfacht werden, damit eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen anstelle von nur zwei möglich sein wird.

Sollte ASUS tatsächlich eine Smartwatch mit einer einwöchigen Akkulaufzeit auf den Markt bringen – der Nachfolger der ZenWatch wird vermutlich im dritten Quartal 2015 vorgestellt –, könnte dies viele Kunden und sicherlich auch die Konkurrenz hellhörig machen.

Ineda Systems machte im vergangenen Jahr bereits mit einer Technologie aufmerksam, die Standbyzeiten im Always-On-Modus von bis zu einem Monat ermöglichen sollte. Auch MediaTek könnte künftig die Prozessoren in Android Wear-Geräten bereitstellen und die Akkulaufzeiten verbessern. Die Prozessoren von Qualcomm sind eigentlich überqualifiziert für die Verwendung in Smartwatches und kommen schließlich auch in Tablets und Smartphones zum Einsatz: Der Ansatz, Smartwatches stärker als Companion Devices zu betrachten, erscheint daher naheliegend. Neben dem Prozessor und dem Betriebssystem bietet womöglich auch die verwendete Display-Technologie Spielraum: Anstelle der üblichen OLEDs oder IPS-Displays könnte ASUS auf ein Mirasol-Display setzen, um zusätzlichen Strom zu sparen. Inwiefern sich dies jedoch auf die Kosten auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Focus Taiwan, MediaTek via Mobile Geeks, GigaOm

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