Bowers & Wilkins P5 Wireless im Test: Bluetooth-Kopfhörer auf Hifi-Niveau

Sebastian Trepesch 6

Die edlen Bowers & Wilkins-Produkte aus dem unteren Preissegment sind hochwertig verarbeitet, und konnten mich trotzdem bisher nicht komplett überzeugen (vgl. Z2 im Test und T7 im Test). Wird dies dem Kopfhörer P5 Wireless gelingen? Um die Antwort gleich vorwegzunehmen:

Ja!

Ein Thema müssen wir zunächst etwas ausführlicher besprechen: Edelmarke veröffentlicht edlen Bluetooth-Kopfhörer. Ein Widerspruch, angesichts des Rufs von Bluetooth? Nein, erstens lässt sich der On-Ear-Hörer Bowers & Wilkins P5 Wireless auch mit Kabel an Musikplayer und Smartphones anschließen. Zweitens ist der Übertragungsweg schon auf einem neuen Level:

Bluetooth-Kopfhörer P5 Wireless im Test: kabelloses Hifi 

Der Bowers & Wilkins P5 in der neuen Wireless-Version verwendet Bluetooth 4.0 mit dem Audiocodec aptX, der qualitativ auf dem Niveau der kabelgebundenen Übertragungswege arbeiten will. „Mit diesem Verfahren“, verteidigt selbst Bowers & Wilkins die Wahl des Funks, „lassen sich nun auch große Datenmengen für Musik in bester Qualität latenzfrei und zuverlässig streamen.“

Die Headset-Funktion ist mit allen entsprechenden Bluetooth-Geräten nutzbar, ein „falsches“ Modell wie bei Kabellösungen kann man hier nicht besitzen. Sogar direkt über die Apple Watch Musik hören ist dadurch möglich, obwohl sie keinen Kopfhöreranschluss besitzt.

Einen Haken gibt es aber für iPhone-Besitzer: iOS unterstützt aptX nicht. Höchste Funk-Qualität entlockt dem P5 also nur derjenige, der den Kopfhörer mit einem aptX-kompatiblen Android-Smartphone oder einem Mac koppelt. Ja, so seltsam es auch klingen mag: OS X unterstützt die Technologie schon seit Jahren.

Kleiner Trost für Besitzer von iPhone und anderen Geräten, die aptX nicht unterstützen: Die Alternative ist die A2DP-Spezifikation, die es mit AAC auf 320 kBit/s Übertragungsrate schafft (unter Verwendung von SBC 328 kBit/s). Heißt übersetzt: Mit dem Bluetooth-„Zwitschern“ von vor ein paar Jahren hat der Klang nichts mehr zu tun – das Hörvergnügen ist auch hier auf hohem Niveau. Mit dem P5 höre ich fast keine Unterschiede zwischen Bluetooth-(A2DP-)Koppelung und Kabelverbindung. Letztere erscheint mir im Direktvergleich lediglich ganz leicht voller zu klingen. 

Womit wir schon fast bei dem Klang sind – doch beenden wir zunächst das Thema Bluetooth. Der Akku für die Funkübertragung hält laut Anbieter bis zu 17 Stunden. Exakt nachgemessen habe ich nicht, aber der Bowers & Wilkins P5 lief im Test tatsächlich mehrere Arbeitstage für jeweils ein paar Stunden, bevor er wieder an die Steckdose musste. Sehr praktisch: Geladen wird über den gebräuchlichen Micro-USB-Anschluss.

Sollte doch einmal das Kabel benötigt werden, muss man die magnetisch befestigte linke Kopfhörerabdeckung abheben – hier ist der Anschluss versteckt.

Kommen wir nun zum Klang-Test des Bowers & Wilkins P5 Wireless und den weiteren Eigenschaften auf der nächsten Seite:

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