Chromecast 2015 und Chromecast Audio im Test

Amir Tamannai 12

Neben dem Nexus 5X und dem Nexus 6P hat Google auf seiner Keynote Ende September auch zwei neue Chromecasts vorgestellt. Der Chromecast 2015 löst den erfolgreichen Stick aus dem Jahr 2013 ab, der zweite – treffend und schlicht Chromecast Audio benannt – haucht Lautsprechern und Musikanlagen ein neues, smartes Leben ein. Wir haben die beiden „Pucks“, die jeweils für 39 Euro im Play Store erhältlich sind, ausprobiert und sagen euch im Test, ob sich ein Upgrade beziehungsweise eine Neuanschaffung lohnt.

Chromecast 2015 und Chromecast Audio im Test.

Chromecast 2015 – Pros und Kontra:

Pro Kontra
platzsparendere Montage Mit 39 Euro etwas teurer als der Vorgänger
Verbesserter WLAN-Empfang: ac-Standard und 5 GHz-Unterstützung Weiterhin teilweise problematische Ersteinrichtung
Schnellerer Start von Videos in hoher Qualität Keine 4K-Video-Unterstützung

Chromecast Audio – Pros und Kontra:

Pro Kontra
Macht alte Boxen und Stereo-Anlagen „smart“ Soundqualität in Ordnung aber nicht High End
Kann an 3,5 mm-, RCA und optische Eingänge angeschlossen werden Benötigt zusätzlich Anschluss an Netzteil oder USB-Port
Unterstützt neben Play Music unter anderem auch Spotify, Deezer und TuneIn Nur 3,5-mm-Kabel im Lieferumfang

Fazit

Wer den alten Chromecast besitzt, kann beruhigt sein: Ein Upgrade auf das 2015er-Modell ist derzeit nicht notwendig. Zwar wurde der WLAN-Empfang des Dongles nominell verbessert und tatsächlich starten Videos mit der neuen Hardware auch minimal besser und werden schneller hochauflösend wiedergegeben, die teilweise fehlerbehaftete und mühselige Ersteinrichtung bleibt aber leider bestehen. Ansonsten bietet der neue Chromecast keine weltbewegenden Verbesserungen. Abzuwarten bleibt, ob die angekündigten neuen Gaming-Features von Spielernaturen eventuell doch ein Hardware-Upgrade erfordern – bis dahin aber tut es auch der alte Chromecast. Neueinsteiger in Googles Cast-Welt zahlen ab sofort zwar ein paar Euro mehr, erhalten dafür aber 5 GHz-Unterstützung und eine grundsätzlich platzsparende Lösung hinter dem heimischen TV.

Der Chromecast Audio hingegen erschließt nun auch älteren Musikanlagen die Welt des Streaming und tut damit das gleiche Gute, das der Ur-Chromecast seinerzeit dem TV angedeihen ließ, für Boxen und Soundsysteme ohne Internetzugang. Wer gerne Musik hört und dazu auf Spotify, Google Play Music und Co. setzt, findet in dem 39 Euro kostenden Dongle eine tolle, günstige und einfache Ergänzung seines bestehenden Audio-Setups. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass die App Chromecast unterstützen muss. Einfache Player-Apps für auf dem Gerät liegende MP3-Dateien oder auch die Amazon-Apps – von Audible bis Amazon Music – unterstützen Chromecast nicht, im Gegensatz zu Bluetooth-Lautsprechern oder -Dongles. Diese spiegeln einfach sämtliche vom Gerät wiedergegebenen Audio-Signale anstatt den Umweg über die Cloud zu nehmen und sind daher für Nutzer solcher Dienste besser geeignet.

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