Chromecast erhält natives Autoplay, bessere Remote-Funktionalität und mehr [I/O 2015]

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Der unscheinbare Chromecast hat im Zuge der Google I/O 2015 einige neue Features spendiert bekommen, die in naher Zukunft serverseitig freigegeben werden dürften. Dazu zählen unter anderem verbesserte Remote-Funktionalität, ein aufgebohrter Gaming-Multiplayer sowie natives Autoplay für Anbieter von Videoinhalten.

In diesem Jahr lag der Fokus von Google augenscheinlich vor allem auf dem Feintuning und der Detailverbesserung bestehender Dienste. Obwohl der Chromecast bereits das ein oder andere Jährchen auf dem Buckel hat, erfreut sich der kleine HDMI-Stick nach wie vor großer Beliebtheit. Da liegt es nahe, das technische Kleinod noch ein Stück weiter aufzuwerten – zumal auch andere Cast-fähige Geräte, wie der Nexus Player oder die Nvidia Shield, davon profitieren.

Binge-Watching 2.0: Natives Autoplay hält Einzug auf Chromecast & Co.

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Chromecast einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung in Bildern

Auf der diesjährigen Google I/O hat das Unternehmen etwa eine Funktion angekündigt, die vor allem auf Streaming-Anbieter abzielt. Das sogenannte Autoplay, das Branchenführer Netflix bereits per Workaround verwendet, wird künftig nativ in den Chromecast implementiert werden. Das bedeutet, dass es Entwicklern möglich sein wird, den Stick automatisch zum nächsten Video springen zu lassen. Der Benutzer kann zudem die Reihenfolge kommender Clips selbst anpassen. Darüber hinaus können Inhalte schon im Hintergrund geladen werden, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. Bislang, so auch bei Netflix, musste nach einer Episode stets kurz gewartet werden, bis der Beginn des nächsten Videos gebuffert wurde – dieser Verzögerung setzt Google jetzt ein Ende; damit wird „Binge-Watching“ noch ein Stück bequemer. Fürs erste scheinen lediglich die Anwendungen „NBA Game Time“ sowie „Red Bull TV“ auf einer Betaversion des API zu fußen.

Chromecast – der Fernseher als „Second Screen“

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Eine ebenfalls begrüßenswerte Funktionalität, die Google auf der eigenen Entwicklerkonferenz hat springen lassen, ist eine verbesserte Entwicklerschnittstelle zur „Second Screen“-Nutzung. Auf diese Weise können in Zukunft bei Games etwa Steuerelemente auf dem Smartphone und das eigentliche Spiel auf dem großen Fernseher angezeigt werden. Ferner denkbar ist beispielsweise ein Fotobearbeitungstool, das auf dem mobilen Endgerät die Einstellungsmöglichkeiten anzeigt und während das gerenderte Ergebnis auf dem TV betrachtet werden kann – so bei der App „Pixlr“ der Fall, die eine frühe Version der Schnittstelle bereits unterstützt. Diese Neuerungen betreffen übrigens sowohl iOS- als auch Android-Apps.

Neue Gaming-APIs bringen verbesserten Multiplayer

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Zu guter Letzt hat sich Google auch mit Gaming an sich beschäftigt. Es ist schon jetzt bereits möglich, mehrere Smartphones beziehungsweise Tablets bei Cast-fähigen Spielen zu verwenden. Allerdings wurde diese Möglichkeit bis dato nicht sonderlich häufig von Entwicklern wahrgenommen. Darum hat das Unternehmen beschlossen, die Grundlagen für die Plattform zu optimieren. Das beinhaltet etwa eine für Entwickler vereinfachte Verwaltung von mehreren Endgeräten und ein synchronisiertes „Board“ mit Spieldetails für angedockte Nutzer.

Bislang steht ein genauer Veröffentlichungstermin für die neuen Entwicklerschnittstellen noch aus. Es ist indes davon auszugehen, dass Google damit nicht allzu lange auf sich warten lassen wird. Wir halten euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

via Tech Crunch

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