„Überwältigende Nachfrage“ gibt Google als Grund dafür an, dass das für viele US-Konsumenten wichtigste Kaufargument für den Cloud-Streaming-Stick Chromecast, nämlich die kostenfreie, dreimonatige Mitgliedschaft beim TV-Streamingdienst Netflix, schon nach einem Tag wieder kassiert wurde. Derweil zeigt ein Hands-On der Kollegen von IGN schon mal im Video, was sich alles in der Box des Dongles befindet und wie man ihn benutzt.

 

Chromecast

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Google wurde also mal wieder von der Nachfrage überwältigt, die bei Chromecast sicher ebenso wenig voraussehbar war, wie beim denkwürdigen „Launch“ des Nexus 4 im letzten Herbst. Der war ja aus Sicht vieler Interessenten nichts anderes als ein totales Desaster und brachte Google zu Recht viel Spott und Häme ein. Und auch der Chromecast-Dongle scheint aus Sicht von Google zu seinem massiven Zuspruch gekommen zu sein wie die Jungfrau zum Kinde: Wer hätte schon damit rechnen können, dass ein preiswerter Streaming-Stick für 35 Dollar von Google, dazu noch garniert mit einem Netflix-Abo, das alleine schon 24 Dollar kosten würde, überhaupt Abnehmer finden würde? Auch wir wischen uns ob dieser unerhörten Ereignisse ungläubig die Augen und sagen: Holla die Waldfee!

So, vorerst genug der Ironie: Fakt ist aus unserer Sicht, dass die Nachfrage nach Chromecast niemanden hätte überraschen müssen, insbesondere nicht Google und insbesondere nicht mit dem Netflix-Bonus. Dass Google sich nun überwältigt zeigt und vorgibt, von den Verkaufszahlen überrascht worden zu sein, ist entweder maßlos naiv oder dummdreist, aber auf keinen Fall glaubwürdig — vielmehr scheint es sich bei der Netflix-Promotion um ein sogenanntes Lockangebot gehandelt zu haben, dass einen ersten Hype befeuern sollte, aber von Beginn an nicht darauf ausgelegt war, für die erste Welle der Käufer eine nennenswerte Anzahl von Netflix-Mitgliedschaften bereitzuhalten.

So ist denn auch der von Google gebrauchte Terminus „limited time offer“ streng genommen irreführend, weil das Angebot eben nicht durch einen Zeitraum limitiert war, sondern durch eine offenbar deutlich zu geringe Anzahl von Netflix-Mitgliedschaften. Dennoch: Wer sich vom Konzept und den Fähigkeiten des Chromecast angesprochen fühlt, bekommt für 35 Dollar auch ohne Netflix ein schönes Stück Technik zu einem günstigen Preis — die Promoaktion in den USA hätte sich Google allerdings in der Form besser geschenkt.

Uns hierzulande betrifft das allerdings faktisch wenig, weder gibt es den Chromecast bislang hier zu kaufen, noch gibt es im „Neuland“ Netflix. Interessant ist Chromecast aber eben auch ohne Streaming-Abo und so können wir uns anhand eines Unboxing- und Hands-On-Video von IGN schon mal darauf einstimmen, wie es so sein wird, seinen Dongle erstmalig auszupacken und einzustöpseln:

Die Android-App zu Chromecast ist übrigens ab heute im PlayStore erhältlich:

Download: Chromecast (kostenlos)

Chromecast (kostenlos) qr code

Quelle: androidcentral, IGN bei YouTube

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GIGA-Redaktion
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