Chromecast-Neuerungen: Bildschirmübertragung vom Smartphone, Nutzung ohne WLAN [Google I/O 2014]

Lukas Funk 10

Auch für Googles kleinen, überaus erfolgreichen Streaming-Stick Chromecast wurden auf der Google I/O 2014-Keynote heute Abend einige Neuerungen vorgestellt. So kann dieser zukünftig nicht nur den Bildschirm des Smartphones oder Tablets spiegeln, sondern auch von Geräten angesteuert werden, die sich nicht im selben WLAN befinden.

Chromecast-Neuerungen: Bildschirmübertragung vom Smartphone, Nutzung ohne WLAN [Google I/O 2014]

Schon seit der Vorstellung des Chromecast vor fast genau einem Jahr haben seine Nutzer den Wunsch, nicht nur Inhalte aus dem Web, sondern direkt vom Smartphone auf den Fernseher zu beamen. Was bislang nur über diverse mehr oder weniger stabile Hacks möglich war, hat Google nun offiziell vorgestellt: In naher Zukunft werden ausgesuchte Geräte den kompletten Inhalt des Bildschirms per Chromecast darstellen können.

Wie genau das funktionieren wird wurde nicht erwähnt, jedoch scheint die verwendete Methode nicht nur stabil, sondern auch flüssig und mit nur wenig Verzögerung zu funktionieren. Als Live-Demo diente etwa die grafik- und rechenintensive Google Earth-App und die Kamera-App auf einem Nexus 5. Ganz allgemein verfügbar wird das Update allerdings nicht sein: Das offenbar proprietäre entwickelte Protokoll scheint auf bestimmte Hardwarekomponenten angewiesen zu sein und entsprechend vorerst nur mit bestimmten Geräten von LG, HTC und Samsung zu funktionieren – Nexus-Geräte natürlich inbegriffen.

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Mit der manuellen Auswahl der Hintergrundbilder des Chromecast geht ein weiterer Wunsch vieler Nutzer in Erfüllung. Neben vorgeschlagenen Kategorien können diese nun erstmals auch aus eigenen Google+-Alben stammen. Alternativ kann Backdrop etwa Kunstwerke samt Erläuterung oder eine Übersicht mit Nachrichten und Wetter darstellen. Mit einem neuen Sprachbefehl (englisch „What’s on my Chromecast“) kann man sich per Google-Suche auf dem Smartphone Informationen zum aktuellen Motiv anzeigen lassen, auch andere Apps sollen sich per API bald in diese Funktion einklinken können.

Zudem ist auch die Nutzung des Chromecast von Geräten aus möglich, die sich nicht im selben WLAN wie der Stick befinden. Möchten etwa Gäste etwas am großen Bildschirm zeigen ist das Weitergeben der Login-Daten des privaten Netzwerks nicht länger erforderlich. Auch hier bleibt Google eine genaue Erklärung schuldig, wir tippen allerdings auf die Nutzung der neuen Nearby-Funktion … oder Magie.

Screenshots: Android Police

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