Chromecast: Verbindung zum Smartphone künftig per Ultraschall, Screen-Mirroring in Video demonstriert

Oliver Janko 17

Chromecast, der HDMI-Stick von Google, wird zum Verbindungsaufbau mit Smartphones und Tablets künftig auf Ultraschall-Technologie setzen können. Dazu wird über das Fernsehgerät ein Ultraschall-Signal abgespielt, das die mobilen Begleiter empfangen können. Damit ist es nicht mehr zwingend notwendig, den Stick und das Smartphone oder Tablet im gleichen WLAN-Netzwerk zu registrieren, um Befehle an den Chromecast zu senden. Außerdem soll das kleine Tool künftig auch Screen-Mirroring unterstützen – in einem Video wird die reibungslose Funktionsweise demonstriert.

Vorgestern haben wir bereits über den Google TV-Nachfolger namens Android TV berichtet, mit dem das Unternehmen einen Neuanfang wagen und Apple TV und Amazons Fire TV die Stirn bieten will. Wer sich kein neues androides Fernsehgerät leisten will, kann sein altes Fernsehgerät mit dem Chromecast in eine Art Smart TV verwandeln und danach rasch und einfach Videos, Bilder oder Musik auf das Gerät streamen.

Bislang mussten das Smartphone, Tablet oder der PC und der Chromecast-Dongle zur Befehlsgebung allerdings im selben WLAN-Netzwerk registriert sein. Im Zuge der Google I/O-Keynote wurden nun alternative Möglichkeiten, Befehle an den Dongle weiterzuleiten, vorgestellt: Der kalifornische Technik-Riese setzt dabei auf „Oldschool“-Technologie: So soll künftig neben einer klassischen PIN-Eingabe die Verbindungsherstellung auch über Ultraschall funktionieren. Klingt futuristisch, tatsächlich funktionierten aber Fernbedienungen vor über 50 Jahren bereits auf die gleiche Art und Weise.

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Chromecast einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung in Bildern

Die Lautsprecher des Fernsehers spielen dazu einen Ton ab, den das menschliche Gehör nicht wahrzunehmen imstande ist, unsere Smartphones aber schon. Natürlich können per Ultraschall keine lokal gespeicherten Daten auf den Dongle übertragen werden, sehr wohl aber Befehle, auf welche in der Cloud gespeicherten Videos, Fotos oder Songs der Stick zugreifen soll.

Ein Video veranschaulicht das Konzept hinter der Ultraschall-Datenübertragung – anstelle von Emoticons werden Steuerungsbefehle für Chromecast übertragen:

Wann das Feature verfügbar sein soll, ist noch nicht bekannt, fest steht aber, dass die Funktion auf alle Chromecasts kommen soll – der zusätzliche Erwerb eines Moduls oder gar einer neuen Version des Sticks ist nicht notwendig.

Damit aber nicht genug: Der HDMI-Stick wird künftig auch Screen-Mirroring unterstützen. Das heißt, alle Aktionen, die auf dem Smartphone vollzogen werden, können eins zu eins auf dem verbundenen Fernsehgerät wiedergegeben werden – für diese Funktion ist aber mit Sicherheit vonnöten, dass beide Geräte im gleichen WLAN-Netzwerk eingebunden sind. Ein erstes Demonstrationsvideo sieht bereits vielversprechend aus:

Spannende neue Features also für Googles Chromecast. Was haltet ihr von den neuen Funktionen?

Quelle: Gigaom, AndroidAuthority @YouTube

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