Chromecast am Mac: Jedes Internetvideo direkt streamen (Tipp)

Sven Kaulfuss 1

Der günstige Streaming-Stick „Chromecast“ von Google funktioniert auch mit dem Mac, vornehmlich mit den hauseigenen Webdiensten wie beispielsweise YouTube. Die kostenlose Erweiterung PlayTo für Chromecast erlaubt uns indes, fast jedes Internetvideo zu streamen.

Chromecast am Mac: Jedes Internetvideo direkt streamen (Tipp)

Bevor wir auf die Erweiterung (Browser-Plug-in) PlayTo für Chromecast zu sprechen kommen, möchten wir vorab das Funktionsprinzip des HDMI-Streaming-Sticks Chromecast () nochmals in Kürze erklären. Die Videodaten werden direkt aus dem Internet zu Google Chromecast und somit auf unseren Fernseher gestreamt, dabei fungiert der Webbrowser Google Chrome nur als „Fernbedienung“ auf dem Mac. Meint, wir suchen uns beispielsweise auf YouTube das gewünschte Video heraus und starten die Übertragung per Chromecast-Erweiterung des Browsers. Nun beschafft sich Chromecast die Daten selbstständig und direkt aus dem Netz. Fortan können wir folgerichtig auch den Rechner herunterfahren, das Video sehen wir weiterhin auf dem TV. Nur für die Steuerung benötigen wir nach wie vor den Mac. Äquivalent funktioniert dies so auch mit dem iPhone und der YouTube-App. Anders hingegen AirPlay von Apple, zum Beispiel auf dem Apple TV ().

Andere Inhalte (von nicht unterstützten Seiten) auf dem Mac mussten dagegen bisher mit der Option des „Tab-Streamings“ direkt zu Chromecast übertragen werden. Bedeutet: Der Inhalt der aktuellen Seite des Webbrowsers wird direkt zu Chromecast gesendet. Dank dieser Option ist es übrigens auch möglich, lokale Videodaten zu streamen, hierfür einfach die entsprechende Datei im Browser öffnen (Menüpunkt Datei -> Datei öffnen…). Nachteil: Die Bildqualität (Framerate) nimmt ab, der Lüfter unseres Macs dreht aufgrund der benötigten Rechnerressourcen hörbar auf und herunterfahren können wir ihn auch nicht, der Mac muss ständig an sein.

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PlayTo für Chromecast: Direkter Stream ohne Umwege

PLAYTOCHROMECAST

Genau hier setzt die kostenlose Erweiterung PlayTo für Chromecast an, erlaubt diese doch das eigentliche Funktionsprinzip auch auf jedes andere Webvideo anzuwenden. Vorausgesetzt der Betreiber der jeweiligen Webseite „versteckt“ den Link nicht unnötig im Code-Wirrwarr. Dies tun beispielsweise teils die Mediatheken der TV-Sender. Aber es gibt Abhilfe. So bietet die Seite Vavideo Direktlinks der Mediatheken an (wir berichteten). In unserem Test funktionierte die Übertragung mit PlayTo für Chromecast in diesem Fall dann meist problemlos.

Folgend möchten wir euch die Funktion von PlayTo für Chromecast schrittweise erklären. Zunächst installieren wir die Erweiterung – hier zu finden (logischerweise bitte mit Google Chrome aufrufen).

  • Nach der Installation finden wir das Icon für die Erweiterung im Browserfenster. Mit einem Klick darauf können wir die Funktion des Plug-ins aktivieren und deaktivieren.

play_on_off

  • Befinden wir uns auf einer Seite mit Videoinhalt (in unserem Test beispielsweise Vimeo), dann öffnet sich zugleich ein Pop-up-Fenster und fragt, ob wir denn das aktuelle Video auf Chromecast abspielen möchten. Wir bejahen dies.

play_to_vimeo

  • Nun öffnet sich eine spezielle Steuerungsseite von PlayTo für Chromecast. Mit dieser können wir das Video zum Beispiel stoppen, die Lautstärke anpassen oder aber auch die Übertragung beenden.

playto_steuerung

  • Bevor wir jedoch das eigentliche Video auf unserem TV sehen, müssen wir vorab noch die eigentliche Übertragung mit der Chromecast-Erweiterung starten (wie bisher auch).

play_to_uber

  • Fertig: Jetzt sehen wir das Video auf dem TV. Gestreamt wird in bestmöglicher Qualität, ohne Umwege, direkt aus dem Netz zu Chromecast. Den Rechner – sofern wir die Steuerung nicht benötigen – können wir jetzt auch ausschalten oder in den Ruhezustand versetzen.

PS: Nur um Missverständnisse zu vermeiden, PlayTo für Chromecast funktioniert natürlich auch am PC ;-). Wer ähnlich komfortabel all dies mit seinem iPhone oder Android-Smartphone tun möchte, der schaue sich die App AllCast an, die es neuerdings auch für iOS gibt – wir berichteten.

Zum Thema auf GIGA APPLE:

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