Elgato Avea im Test: Licht nach Laune via iPhone & Apple Watch

Sebastian Trepesch 8

Elgato Avea ist ein Lichtsystem, das mit dem iPhone gesteuert wird. Es ist nicht nur günstiger als das des Hauptkonkurrenten, sondern bietet zudem einige Vorteile. Das habe ich im Test von Elgato Avea herausgefunden.

Kürzlich habe ich euch Philips hue vorgestellt, ich bin recht begeistert von dem Lichtsystem. Klar, dass ich jetzt auch Elgato Avea ausprobieren musste. Das Konkurrenzprodukt ist etwas anders konzipiert, was ein paar Nachteile, aber auch bedeutende Vorteile mit sich bringt. 

Eine Avea-Lampe für normale Lampenfassungen, dazu eine App – das war’s auch schon, mehr braucht der iPhone-Besitzer nicht. Der Verkabelungsaufwand ist somit gering: Eine Bridge, die am Router angeschlossen wird, gibt es nicht. Elgato Avea wird direkt über Bluetooth LE mit dem iPhone (ab iPhone 4s) verbunden.

Zudem fährt man günstiger – eine einzelne Avea-Birne . Zum Vergleich: Das Starterkit von Philips mit drei Lampen kommt gleich , für weitere Zusatzbirnen fallen knapp 30 Euro an.

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Elgato Avea im Test mit dem iPhone: Es werde Licht!

430 Lumen leistet die LED-Birne mit 7 Watt. Der Einsatz ist somit weniger als Deckenleuchte, denn als Leselampe auf dem Nachtkästchen, Stimmungslicht, Hintergrund für PC-Arbeit oder als Farbakzent im Zimmer anzusehen. Die Farbwahl lässt keine Wünsche übrig: Über die iPhone-App wird der gewünschte Ton und die Helligkeit ausgewählt. Weiß ist natürlich mit dabei, die Temperatur kann von kalt bis warm variiert werden.

In Sachen Ansteuerung, Variation und Speicherung mehrerer Lampen kann Avea nicht mit Philips hue mithalten. Wer sich an dieser Stelle mehr Optionen wünscht, muss auf ein größeres App-Update hoffen. Oder auf eine neue Generation inklusive HomeKit-Anbindung, sobald Apple seine Smart Home-Steuerung endlich in iOS veröffentlicht. Die Apple-Watch-Anbindung ist sinnvoll, wenngleich die Uhr die Verbindung leider sehr langsam aufbaut.

Die persönlichen Farbeinstellungen spielen bei Elgato aber eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen nämlich dynamische Lichtstimmungen, und sie sind wirklich ein Highlight. Am besten wirken sie, wenn man mindestens zwei Lampen besitzt. Die Lampen leuchten in unterschiedlichen Farben, aber aufeinander abgestimmt und im Charakter der ausgewählten Szenerie. Beispiel „Polarlicht“: hier erhellen Blau, Grün und Mischungen dazwischen (Türkis etc.) den Raum. Alle paar Minuten ändert sich die Farbe der einzelnen Birnen innerhalb der jeweiligen Lichtstimmung. Das Tempo kann über den Regler „Lebendigkeit“ in der App angepasst werden. Schöne Funktion!

Praktisch: Schaltet man die Lampe nicht über die App, sondern über den Lichtschalter aus, merkt sie sich dennoch ihre Farbe. Eine andere Person im Haushalt kann sie einschalten und bekommt die zuletzt gewählte Beleuchtungseinstellung.

Besonders schick wirkt die Avea-Birne in einer Milchglaskugel –  bestimmt in fast jedem Möbelhaus. Auf jeden Fall müssen die verwendeten Lampenschirme (E27-Fassung) recht groß sein, um die Leuchtmittel fassen zu können. Rund 12 Zentimeter ist eine Birne inklusive Fassung lang, der Durchmesser beträgt knapp 7 Zentimeter (siehe unten).

Zusammenfassung: Vor- und Nachteile von Elgato Avea

Vorteile von Elgato Avea
+ Wenig Hardware notwendig
+ Einfach einzurichten, übersichtliche App
+ Schöne Lichstimmungen mit wechselnden Farben
+ Lichtwecker, der morgens zeitgesteuert die Helligkeit anhebt
+ Sparsamer Energieverbrauch dank LEDs
+ Apple Watch-Anbindung
+ Verhältnismäßig günstig

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Nachteile von Elgato Avea
- Große Birne
- Wenige individuelle Einstellungen möglich
- Keine Drittanbieter-Apps verfügbar
- Farbwechsel könnte sanfter ablaufen

Elgato Avea im Test: Fazit 

Das Avea-System von Elgato schafft mehr als nur buntes Licht: Die dynamischen Lichtstimmungen tauchen den Raum in wechselnde, aber gut aufeinander abgestimmte Farbtöne. 

Das Elgato-Konzept ist nicht so vielseitig und funktionsreich wie manch Konkurrenzsystem, zum Beispiel ist es nicht möglich, die Lichter über das Internet zu steuern. Aber braucht man das überhaupt? Avea kommt dafür ohne Zusatzgerät am Router aus und ist deutlich preisgünstiger. Das System eignet sich zum Beispiel hervorragend für das WG-Zimmer, die Single-Wohnung oder das Schlafzimmer.

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