Fidget Spinner sind das Trendspielzeug dieses Sommers – allerdings sind die Drehgeräte, die man derzeit überall sieht, nicht ganz ungefährlich. Inzwischen gab es schon einige schlimme Unfälle mit Fidget Spinnern, die Behörde ILNAS hat sogar schon eine Warnung ausgesprochen. Erfahrt hier, wie gefährlich die Fidget Spinner wirklich sind und worauf ihr beim Kauf achten solltet.

 

Fidget Spinner

Facts 
Was ist ein Fidget Spinner?

Auf Schulhöfen, im Bus, auf der Straße: Im Moment ist ein Riesenhype um die sogenannten Fidget Spinner entbrannt. Gerade bei jüngeren sind die propellerähnlichen Drehspielzeuge im Moment extrem populär. Auf YouTube schauen sie sich die neuesten Videos mit angesagten Fidget-Spinner-Tricks an, einige gehen sogar soweit, dass sie sich einen Fidget Spinner selber bauen. Der Hype hat teilweise solche Ausmaße angenommen, dass viele Eltern inzwischen besorgt sind und sich fragen, ob die Fidget Spinner auch gefährlich werden können. Nicht ganz zu Unrecht, wie einige Fälle der jüngeren Vergangenheit zeigen.

 

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Sind Fidget Spinner gefährlich?

Besonders schlimm traf es die 10-jährige Britton aus dem US-Bundesstaat Texas. Wie ihre Mutter Kelly Rose Jonie berichtet, befanden sich beide auf einer Autofahrt und Britton spielte mit ihrem Spinner – plötzlich hörte die Mutter aber, wie ihre Tochter anfing zu röcheln.

Grund: Die 10 jährige hatte das Kugellager in der Mitte des Fidget Spinners entfernt und in den Mund genommen, um es zu reinigen. Dabei verschluckte sie das Metallteil, das in die Luftröhre gelangte und dort steckenblieb. Die Mutter versuchte die Tochter zunächst mit dem Heimlich-Griff zu retten, allerdings ohne Erfolg. Erst eine Not-OP konnte das Kind retten. „Glücklicherweise ist alles gut ausgegangen, aber wir hatten eine Zeit lang richtig Angst“, erzählte die erleichterte Mutter und veröffentlichte die Geschichte auf Facebook.

Das ist aber nicht der einzige Vorfall: Eine andere Mutter erzählt, dass ihr Kind den Mittelfinger in eine der Öffnungen auf dem Flügel geschoben habe. Daraufhin sei der Finger angeschwollen und das Kind habe den Spinner nicht mehr von der Hand bekommen - erst nach einem Eingriff im Krankenhaus hätte man den geklemmten Finger befreien können.

Behörde warnt vor Fidget Spinnern

Inzwischen warnt auch die Luxemburger Behörde für die Überwachung der Sicherheit von Spielzeug ILNAS vor dem neuen Trendspielzeug. In einem Sicherheitshinweis rät die ILNAS Verbrauchern, beim Kauf von Fidget Spinnern aufmerksam zu sein und darauf zu achten, dass das Spielzeug mit dem sogenannten CE-Label gekennzeichnet ist. Damit garantieren die Hersteller, dass das Produkt sicher ist. Konkret rät die ILNAS zu folgenden Maßnahmen:

  • Kauft nur dann einen Fidget Spinner, sofern er mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet ist.
  • Prüft, ob die Adresse des jeweiligen Herstellers sich auf der Verpackung befindet
  • Prüft zudem, ob sich Kleinteile lösen können. Diese könnten eine Erstickungsgefahr darstellen, wenn diese von einem Kind verschluckt werden.
  • Befolgt die auf dem Produkt angeführten Sicherheitshinweise und achtet auf entsprechende Warnungen.
  • Lest die Bedienungsanleitung, die dem Produkt beigelegt ist.
  • Bewahrt das Spielzeug außerhalb der Reichweite von Kleinkindern auf.

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Wie gefährlich sind Fidget Spinner denn jetzt wirklich?

So berechtigt die Warnungen der Behörde sind - übertreiben sollte man es aber auch nicht. Die Beispiele aus den USA zeigen, dass die Fidget Spinner durchaus gefährlich sein können - allerdings gilt das auch für anderes Spielzeug. Kinder können sich auch an Lego-Steinen oder Playmobil-Teilen verschlucken, 2016 erstickte ein Mädchen sogar an einem Spielzeug aus einem Überraschungsei.

Eltern sollten bei Fidget Spinnern also durchaus vorsichtig sein, Panik empfiehlt sich allerdings nicht. Die Trendspielzeuge sind nicht 100% ungefährlich, allerdings stellen die Propeller auch kein übertriebenes Sicherheitsrisiko im Kinderzimmer dar.

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GIGA-Redaktion
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