Fitbit Charge im Test: Ein bisschen Smartwatch im Fitness-Armband

Sebastian Trepesch 5

Viele verschiedene Fitness-Tracker sind mittlerweile auf dem Markt – kein Wunder, sind sie doch bei vielen Smartphone-Nutzern beliebt. Wir haben uns Fitbit Charge genauer angesehen, der vor einigen Tagen ein Schwestermodell mit Herzfrequenzmessung bekam.

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„Was hast Du denn für eine coole Uhr?!“ Eine derartige Aussage habe ich in der vergangenen Zeit meistens gehört, wenn mich jemand aus meinem Umfeld nach der Uhrzeit fragte und ich das Display des Fitbit Charge aktivierte. Ja, diese schmalen Tracker-Armbänder gelten allgemein als stylishe und praktische Uhr.

Zugegeben: Das war sogar die Hauptaufgabe des Fitbit Charge in den letzten Wochen. Dennoch, er kann natürlich einiges mehr – und nicht alles leisten auch die Konkurrenzmodelle. Nach einem ersten Bericht gehe ich in diesem Test nun ausführlicher darauf ein, wie sich Fitbit Charge in den letzten Wochen durch den Alltag schlug. 

Fitbit Charge im Test: Grundlegende Fakten

Fitbit Charge gibt es in zwei Ausführungen:  und . Im Prinzip sind beide identisch, Letzterer bietet aber zusätzlich einen Herzfrequenzmesser. Zudem bietet er ein klassisches Uhrarmband. Der Fitbit Charge – von uns getestet – bietet dagegen zwei Zapfen, mit denen das Band zusammengeklippt wird. Mit dem Halt hatte ich keine Probleme.

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Wasserdicht ist Fitbit Charge nicht, aber wasserabweisend. Ich hatte ihn fast jeden Tag in der Dusche am Arm – er hat es anstandslos verkraftet.

Folgende Daten erhebt der Aktivitätstracker, und zeigt sie auf dem Display an:

  • Schritte pro Tag,
  • Zurückgelegte Strecke,
  • Kalorienverbrauch,
  • Stockwerke (dank Höhenmesser),
  • und natürlich Uhrzeit + Datum

Darüber hinaus misst Fitbit Charge die Schlafqualität – genaueres siehe im Folgenden.

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Laut Hersteller kommt die Akkulaufzeit auf sieben Tage. Das kommt durchaus hin, hängt aber natürlich auch etwas von der Nutzung ab. Zumindest nach fünf Tagen lief Fitbit Charge bei mir noch immer anstandslos.

Display des Fitbit Charge im Test

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Die Werte erscheinen nach einem Druck auf den Button. Er sitzt auf der linken Seite, was bei einem engen Bund des Ärmels zu etwas Fummelei führt. Es freuen sich Linkshänder, und Rechtshänder können/müssen notfalls zweimal (fest!) auf den Tracker klopfen. Dann erscheint hell und gut lesbar die Uhrzeit.

Per Druck auf den Button folgen die weiteren Werte. Auswahl und Reihenfolge sind über die App für iPhone und Android-Geräte konfigurierbar. Hier legen wir zudem die Ansicht der Zeitanzeige fest (Bild rechts).

Strecke messen mit dem Fitbit Charge

Eine der Hauptaufgaben eines Schrittzählers: Schritte zählen! Um die Genauigkeit herauszufinden, habe ich nachgezählt und zudem die Werte mit dem Konkurrenzmodell Runtastic Orbit verglichen. Beide Tracker lagen beim Gehen und Joggen nur um ganz wenige Schritte daneben (siehe auch Runtastic Orbit im Test) – löblich, das ist (leider) keine Selbstverständlichkeit.

Trotzdem unterscheiden sich am Ende des Tages die Werte der beiden Armbänder deutlich. Dies kommt folglich nicht vom Gehen, sondern von anderen Aktivitäten. Ursache: Fitbit Charge zählt deutlich mehr Handbewegungen als Schritte. Ob man das gut oder schlecht findet, sei dahingestellt. Fitbit selbst formuliert es als Vorteil: „Hast du dagegen einen Lifestyle, bei dem du deine Hände sehr viel bewegst (vielleicht spielst du jeden Tag Schlagzeug?), zeichnet der Charge möglicherweise zusätzliche Schritte auf – schließlich wollen wir dir ja deine Aktivität auch anrechnen!“ Klar: Es ist eine Bewegung, die gezählt wird – man ist hier also definitiv nicht untätig. Die Zählung kann man somit als gerechtfertigt ansehen. Andererseits sind es keine klassischen „Schritte“ – der Wert, oder zumindest die Bezeichnung des Werts, ist nicht richtig.

Für die Praxis dürfte das wenig Unterschied machen, es ist eher Geschmackssache: Den persönlichen Zielwert setzt man sich ja eh selbst. Bei dem Fitbit Charge sollte er höher als bei dem Runtastic Orbit liegen, da er leichter erreicht werden kann. Auf die Kilometeranzeige würde ich mich aber nicht verlassen.

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