Schlafanalyse mit dem Fitbit Charge

Fitbit Charge erkennt selbst, wenn der Nutzer schläft. Das funktioniert überraschend gut. Bei Konkurrenzmodellen, bei denen ich manuell den Schlaf aktivieren muss, liege ich deutlich häufiger daneben... Wer denkt schon direkt nach dem Aufwachen daran, erst einmal den Tracker umzustellen?!

Die Anzeige in der App könnte noch etwas lesbarer sein, im Prinzip lässt sich die Schlafqualität und die Zeiten aber vernünftig herausfinden. Übrigens: Fitbit stellt ganz klar fest, dass es sich bei dem Charge nicht um ein medizinisches Gerät handelt. Der Nutzer soll vielmehr eine Orientierung über Fitness und Schlaf bekommen. Exakte Analysen können Produkte in diesem Preissegment nicht bieten.

Fitbit-Charge-Schlaf
Wann wir schlafen, merkt Fitbit Charge von alleine.

Praktisch: Eine kleine Smartwatch-Funktion

Fitbit hat dem Charge eine Smartwatch-Funktion spendiert, die viele Konkurrenzmodelle nicht beherrschen: Bei einem Anruf vibriert das Band und zeigt auf dem Display den Namen des Anrufers an. Sehr praktisch, wenn man das iPhone in der Tasche oder irgendwo im Zimmer liegen hat. Wer schon manchmal einen Anruf überhört hat, freut sich über diese Funktion. In unserem Test funktionierte sie zuverlässig.

Wecker des Fitbit Charge

Schade: Der Fitbit Charge erhebt analysiert zwar den Schlaf, schafft es aber nicht, uns in einer Leichtschlafphase aufzuwecken. Das Jawbone Up kann das. Einen rein uhrzeitgesteuerten Vibrationswecker bietet das Armband dennoch. Wichtig: Beim Einstellen über das iPhone lange genug warten, bis die Synchronisation abgeschlossen ist. Sonst wird das nichts mit dem Aufstehen am nächsten Tag.

Fitbit Charge im Test: Auswertung in App und Webportal

Über Bluetooth gibt das Band die Daten an App (iOS, Android, Windows Mobile) oder Rechner weiter – ein spezieller Bluetooth-Dongle liegt bei. Die Datenspeicherung und Synchronisation erfolgt über das Fitbit-Portal. 

Die App zeigt übersichtlich die aktuellen Werte an und bietet eine umfangreiche Historie an, endet also nicht wie manch Konkurrenz nach sieben Tagen. Über das Erreichen persönlicher Ziele können wir uns mit Mitteilungen und Mails informieren lassen. Als Motivation können wir uns mit Freunden verknüpfen und Wettkämpfe gegen sie austragen.

Was der iOS-App allerdings fehlt, ist eine Health-Anbindung. Ende letzten Jahres erklärte Fitbit, dass man die Verknüpfung mit dem Gesundheitsdatenspeicher des iPhones zwar nicht grundsätzlich ausschließen wolle, aktuell aber nichts dergleichen geplant sei. Schade. Ein unabhängiger Entwickler bietet mit der App Sync Solver (1,99 Euro) jedoch eine Lösung an.  

Fitbit Charge im Test: Fazit

Fitbit Charge macht Spaß: Die Hardware ist ansprechend, bequem und schick. Schon allein als Uhr und Vibrationswecker habe ich ihn gerne genutzt. Darüber liefert der Tracker Fitness-Daten und analysiert unseren Schlaf. Die Zahlen machen uns schnell deutlich, wenn wir an einzelnen Tagen auf dem Weg zur Bikini-Figur schwächeln.

fitbit-charge-test-tracker

Wer auf eine bestimmte Eigenschaft eines Armbandes besonders Wert legt, sollte sich Modelle verschiedener Hersteller ansehen. Fitbit Charge ermöglicht die Aufzeichnung von Sportaktivitäten, richtet sich meiner Ansicht nach aber in erster Linie an die Bewegungsanalyse im Alltag. Die Anruferanzeige auf dem Display ist ein praktisches Zusatzfeature.

 

Smartwatch: Welches Wearable tragt ihr?