Googles VR-Offensive 2016: Hochwertiger Cardboard-Nachfolger, Android-N-Integration

Frank Ritter 2

Ist Virtual Reality der Hype der Stunde oder zukunftsweisend für den Konsum von Medien? Eine neue Ebene der Zerstreuung oder eine Enabler-Technik? So ganz weiß man’s noch nicht, aber Google will dabei sein, wenn wir das gesamtgesellschaftlich herausfinden. Jetzt dringen erste Informationen zu Googles VR-Offensive im Jahr 2016 ans Licht der Öffentlichkeit. Google will VR nahtlos in seine nächste Android-Version integrieren, außerdem soll es einen Nachfolger für Cardboard geben.

Googles VR-Offensive 2016: Hochwertiger Cardboard-Nachfolger, Android-N-Integration

Wir erinnern uns: Auf der Google I/O 2014 hatte Google überraschend Cardboard vorgestellt: ein Set aus Pappkarton, Magnet und Plastiklinsen. Bastelt man das zusammen, kann man darin sein Smartphone einlegen und es mithilfe spezieller Apps als VR-Headset verwenden. Schon in der Google-Version war das Set preiswert; da Google die Baupläne frei zur Verfügung stellte, gab es zahlreiche Nachbauten von Drittherstellern. In den vergangenen Jahren konnten so mehrere Millionen Menschen preiswert VR-Erfahrungen sammeln – Google gibt an, allein 5 Millionen eigene Cardboard-Sets verkauft zu haben.

Noch 2016 will Google die nächste Stufe zünden. Laut eines Berichtes der Financial Times plant Google, noch in diesem Jahr ein neues Headset auf den Markt zu bringen, das stabiler und hochwertiger ist. Das Prinzip ähnelt Samsungs GearVR, soll aber kompatibel mit mehr Geräten sein – Samsungs VR-Helm ist nur mit wenigen Geräten der Galaxy-Reihe kompatibel. Ob Googles Cardboard-Nachfolger, ähnlich wie GearVR, auch eigene Sensoren mitbringt, um die Lageerkennung zu verbessern, ist noch unklar.

VR-Integration in Android N

Außerdem will Google weitere VR-Funktionen direkt in seine nächste Betriebssystem-Version integrieren anstatt diese, wie zuvor, nur über eine spezielle App zur Verfügung zu stellen. Google hat mittlerweile eine eigene VR-Abteilung gegründet, mit der der Konzern unter anderem der Facebook-Tochter Oculus Konkurrenz machen möchte. Der grundlegende Ansatz wird ein ähnlicher wie Android und Googles Nexus-Programm: den Herstellern die Software und Spezifikationen zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig aber „Flaggschiff-Hardware“ vorstellen.

Man darf also gespannt sein, was Google uns in diesem Jahr in Sachen VR kredenzt. Denn dass ein Zubehörteil wie Cardboard oder dessen Nachfolger für die meisten Konsumenten erschwinglicher und damit auch zugänglicher als Einstiegspunkt in VR seid wird als beispielsweise eine Oculus Rift, deren Preis bei 700 Euro liegt – potente PC-Hardware nicht inbegriffen -, liegt auf der Hand. Näheres werden wir mutmaßlich auf der Google I/O 2016 erfahren.

Quelle: Financial Times, via reddit

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Video: Martin reagiert auf GearVR

Manche Dinge lassen sich nicht in Worte fassen, dazu gehören auch VR-Erfahrungen. Mali hat sich vor der Kamera trotzdem einer Begegnung der dritten Art ausgesetzt.

Posted by GIGA ANDROID on Saturday, August 29, 2015

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