Google Home Max im Test: Dieser smarte Lautsprecher lässt den Apple HomePod zittern

Johann Philipp

Smarte Lautsprecher sind klanglich nicht überzeugend? Es gibt Ausnahmen: Der Google Home Max ist die Antwort auf den bisherigen Klang-König in dieser Kategorie, den Apple HomePod. Ob er ihn schlagen kann und sich die Krone aufsetzt, zeigt unser Test.

Google Home Max im Test: Dieser smarte Lautsprecher lässt den Apple HomePod zittern
Bildquelle: GIGA.

Der Google Home Max ist ein 400 Euro teurer smarter Lautsprecher für das Wohnzimmer. Dank Google Assistant beantwortet er Fragen, spielt Musik und erstellt Kalendereinträge. Der Unterschied zu seinen kleinen Brüdern liegt im Klang.

Google Home Max: Unser Testfazit

Der Google Home Max beeindruckt mit sattem Sound, tiefen Bässen und cleverer Sprachassistenz. Wer sich am liebsten im Google-Universum bewegt, findet im Google Home Max einen der klanglich besten Lautsprecher mit Google Assistant an Bord.

Er überzeugt uns im Test mit einer schnellen Einrichtung, sensiblen Mikrofonen und seinem ausgereiften Sprachassistenten. Kritikpunkte sind die im Vergleich zu Alexa wenigen Skills und der hohe Preis.

Google Home Max: Testwertung

  • Klang: 90 Prozent
  • Sprachassistenz: 80 Prozent
  • Smart-Home-Dienste: 70 Prozent
  • Design: 80 Prozent

Gesamt: 83 Prozent (der Klang bildet 50 Prozent der Gesamtnote)

Google Home Max im Test: Das hat uns gefallen

  • Kraftvoller Bass: Zwei Tieftöner mit 11,5 cm Durchmesser, sowie zwei Hochtöner sind an Bord.
  • Automatische Einmessung: Der Lautsprecher passt den Klang automatisch an den Raum an. Es ist aber schwer zu sagen, wie sehr sich diese Funktion auf die Klangqualität auswirkt, da sie immer aktiv ist.
  • Touchfeld auf der Oberseite: Der Lautsprecher lässt sich nicht nur mit der Stimme steuern – praktisch.
  • Sprachassistenz: Auch wenn man bei lauter Musik schreien muss, der Google Assistant versteht die meisten Befehle ohne Probleme.
  • Hochkant und quer aufstellen: Wenn das Regal zu schmal ist, kann man ihn auch hochkant positionieren.
  • Anschlüsse: Ein Aux-Anschluss und ein USB C Anschluss liegen auf der Rückseite. Vorteil: Man kann schnell das Handy oder sogar den Fernseher mit dem Lautsprecher verbinden.
  • Bluetooth: So kommt Musik nicht nur über WLAN und Kabel auf den Lautsprecher.
  • Matte: Ein nettes Extra, das mit dem Home Max mitgeliefert wird, ist ein Gummi-Pad, das unter dem Lautsprecher sitzt, um die Vibrationen zu vermeiden.

Google Home Max im Test: Das fanden wir nicht so gut

  • Wenig Zusatzfeatures: Alexa-Geräte haben mit den Skills deutlich mehr Möglichkeiten.
  • Party-Sound: Es fehlt der Gänsehaut-Effekt beim Musik hören. Für Partys ist der Lautsprecher ideal.
  • Preis: Dürfte gern etwas niedriger sein.

Google Home Max im Vergleich mit dem HomePod und Sonos One

Smarte Funktionen hin oder her, wer einen Lautsprecher für 400 Euro kauft, erwartet einen guten Klang. Dieses Versprechen kann der Google Home Max einlösen, wenn das Musikgenre stimmt. Hip-Hop, Rap, Electronic – alles mit viel Bass meistert er phänomenal. Er ist der ideale Lautsprecher für die nächste Party. Sobald es allerdings ruhiger wird und wir Akustik- oder Jazz-Titel abspielen, fehlt es dem Google Home Max an Klarheit.

Zum Vergleich: Apples HomePod begeistert mit noch tieferem Bass, ein Sonos One zaubert Musik mit unerreichter Klarheit in den Raum. Es sind diese Besonderheiten, die beim Hören einen „Wow-Effekt“ erzeugen. Dem Google Home Max fehlt dieser Gänsehaut-Effekt.

Dennoch beeindruckt der Bass, die Lautstärke ist gewaltig und er klingt richtig gut. Aber ein 400 Euro Lautsprecher muss mehr können als nur eine Party zu beschallen. Man kann es auch so beschreiben:

Der Sonos One ist ein klassischer Jazzmusiker, der auf jedes Detail Wert legt, der HomePod ein wohlhabender Geschäftsmann, der immer alles richtig macht und der Google Home Max dein bester Freund, der einfach gern feiern geht.

Klanglich wäre sogar der Play:5 von Sonos der eigentliche Konkurrent zum Google Home Max, allerdings besitzt er keinen Sprachassistenten.

Der Sprachassistent des Google Home Max überzeugt dagegen und stellt den HomePod in den Schatten. Die Mikrofone reagieren sensibel und der Google Assistant funktioniert zuverlässig. Auch von der anderen Seite des Raums versteht der Lautsprecher alle Befehle. Bei den unterstützen Smart-Home-Diensten muss Google allerdings noch nachbessern. Dort hat Amazon die Nase vorn.

Wer auf fetten Bass steht, den Google Asistant vom Android-Smartphone kennt und auf den Preis keinen Wert legt, wird am Google Home Max nichts auszusetzen haben. Er schafft es jedoch nicht, den Apple HomePod von Klang-Thron zu stoßen und reiht sich zwischen dem HomePod und dem Sonos One ein.

Google Home Max im Test: Gut zu wissen

  • Über den USB C Anschluss kann man sein Handy anschließen oder mir einem Ethernet-Adapter den Router direkt mit dem Lautsprecher verbinden.
  • Wer lieber auf WLAN setzt, hat die Wahl zwischen 2.4GHz- und 5GHz-Netz.
  • Mit einem zweiten Google Home Max, kann man ein Stereopaar aufbauen.

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