Google Home dick im Geschäft: Smart-Lautsprecher verschickt Geld

Simon Stich

Geld überweisen mit Google Home: Als erstes deutsches Geldhaus bietet Comdirect nun die Möglichkeit an, Überweisungen über Googles smarten Lautsprecher zu tätigen. Doch wie sieht es da mit der Sicherheit aus?

„Okay Google, überweise 1.000 Euro“

Comdirect, die Direktbank der Commerzbank, hat einen neuen Service ins Leben gerufen. Besitzer eines Google Home oder Google Home Mini können jetzt über den intelligenten Lautsprecher unmittelbar Überweisungen vornehmen. Dazu wird der Assistent gestartet und angewiesen, eine Überweisung von X Euro an Person Y vorzunehmen. Die Transaktion muss dann allerdings noch in der App von Comdirect bestätigt werden.

Dem Vertriebsvorstand der Bank zufolge steht die Sicherheit an höchster Stelle: „Die Zugangsdaten für das Online-Banking bleiben bei Comdirect und gelangen nicht in die Hände von Google“, sagt Matthias Hach. Transaktionen und Kontoabfragen seien einfach, schnell und sicher.

Comdirect geht damit den bereits eingeschlagenen Weg weiter. Schon seit mehreren Monaten ist es möglich, über Amazons Alexa per Sprachbefehl Kursabfragen an der Börse einzuholen. Auch die Sparkassen arbeiten derzeit an einer solchen Funktion. Manche der Sparkassen erlauben es auch bereits, Google nach Kontoständen und Umsätzen abzufragen. Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken sollen zudem bald die Möglichkeit bekommen, Alexa Fragen zu stellen. Überweisungen wie jetzt bei Comdirect sind aber nicht in Planung, heißt es.

Unser Vergleich zwischen Google Home, Amazon Echo und Apple HomePod:

Apple HomePod vs. Google Home vs. Amazon Echo.

Überweisungen mit Google: Nützlich im Alltag?

Wie viele der zwei Millionen Kunden von Comdirect einen smarten Lautsprecher von Google besitzen, ist nicht klar. Ob die Funktion wie erhofft auch angenommen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht gesagt werden. Die Koppelung mit der App der Bank erscheint aus Gründen der Sicherheit natürlich sinnvoll, kann in der Realität aber auch dazu führen, dass Kunden den „Umweg“ über Google gar nicht erst gehen wollen. Hinzu kommt der Umstand, dass nur (dem Adressbuch) bekannten Personen relativ schnell Geld geschickt werden kann. Eine IBAN, die aus 22 Ziffern besteht, wird wohl niemand Google Home diktieren wollen.

Was haltet ihr von der Möglichkeit, mit Google Home Überweisungen durchzuführen? Praktisch oder doch zu unsicher? Schreibt eure Meinung dazu in die Kommentare.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung