Recht unverhofft hat Google am heutigen Tag die Android TV-Offensive gestartet und den Nexus Player, eine Set-Top-Box, offiziell vorgestellt. Die über HDMI mit dem Fernseher verbundene Box unterstützt nicht nur die Übertragung von Inhalten über Google Cast, sondern kann auch völlig eigenständig Inhalte aus der eigenen Google Play-Mediathek wiedergeben. Zur Bedienung steht hierbei sowohl eine Fernbedienung als auch ein separat erhältliches Gamepad zur Verfügung.

 

Google Nexus Player

Facts 

Nexus 6 hier, Nexus 9 da - das Thema Nexus war in den vergangenen Wochen gewiss in aller Munde, doch von einem Nexus Player hat bisher eigentlich kaum jemand geredet. Nun ist die kleine Set-Top-Box aber tatsächlich am heutigen Tag neben den beiden bereits sehnlich erwarteten Geräten, Nexus 6 und Nexus 9 mitsamt Android 5.0 Lollipop vorgestellt worden und stellt den zweiten Versuch des Unternehmens – nach dem eher unerfolgreichen Google Nexus Q - dar, ins heimische Wohnzimmer vorzudringen.

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Die Funktionsweise des Nexus Players unterscheidet sich nicht von der handelsüblicher Set-Top-Boxen: Der Player wird via HDMI an den Fernseher oder einen beliebigen HDMI-fähigen Monitor angeschlossen und verbindet sich über WLAN mit dem heimischen Netzwerk. Nach einer Anmeldung mit dem eigenen Google Play-Account lassen sich über den Nexus Player verschiedenste Apps nutzen, um Filme oder sonstige Medien via Stream auf dem Fernseher anzeigen zu lassen – sowohl Google Play Movies und Music sind hier natürlich nutzbar, ebenso aber Netflix, YouTube, TuneIn und zahlreiche weitere Dienste. Alternativ lässt sich der Nexus Player auch als großer Chromecast verwenden und spielt Inhalte, die vom Smartphone oder Tablet via Google Cast übertragen werden, auf dem Bildschirm ab.

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Im Lieferumfang befindet sich eine Fernbedienung, die zugleich als Mikrofon für die Spracheingabe dient. Dadurch kann der Nutzer direkt nach bestimmten Inhalten in seiner Medien-Bibliothek suchen und erspart sich das manuelle Durchforsten. Die Bedienelemente der Fernbedienung sind hierbei recht rudimentär: lediglich drei weitere Tasten und ein kreisförmiges D-Pad sind hier zu finden. Fans von Android-Games sollten daher lieber auf das optional erhältliche Gamepad zurückgreifen, welches von ASUS hergestellt wird.

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Für ausreichend Leistung soll ein Intel Atom Quad Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,8 GHz sorgen, dem eine GPU der Imagination PowerVR Series 6 zur Seite steht. Darüber hinaus gibt es 1 GB RAM und immerhin 8 GB internen Speicher – zum Abspeichern von Filmen wird dies zwar nicht reichen, vielmehr ist der Speicher aber wohl auch eher dazu gedacht, um einige Spiele und Apps installieren zu können. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen microUSB 2.0-Port zur Datenübertragung sowie ac-WLAN und Bluetooth. Ab dem 17. Oktober soll der Nexus Player zu einem Preis von 99 US-Dollar vorbestellbar sein, ein Termin für den Release des 39 US-Dollar teuren Gamepads ist noch nicht bekannt.

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Quelle: Google Nexus

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Tuan Le
Tuan Le, GIGA-Experte.

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