Android N: Hintergrund-Updates nur für neue Geräte?

Thomas Lumesberger 3

Auf der Google I/O 2016 hat der Suchmaschinengigant einige interessante Neuerungen vorgestellt. Neben Android Wear 2.0, Allo, Google Home und vielen weiteren Projekten, hat sich Google auch zu Android N geäußert und unter anderem ein Feature vorgestellt, mit dem Updates künftig nahtlos im Hintergrund installiert werden. Allem Anschein nach gehen aktuelle Android-Geräte aber leer aus – das Feature bedarf neuer Hardware.

Android N: Hintergrund-Updates nur für neue Geräte?

Mit Hilfe des neuen „Seamless Update“-Features sollen künftig Android-Updates einfach im Hintergrund heruntergeladen und installiert werden können – ohne, dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Diese Neuerung ist unheimlich komfortabel, da das Smartphone bislang während des Update-Vorgangs mehr oder weniger nicht nutzbar ist.

Probleme bei der Umsetzung

Das Problem an dieser Geschichte ist allerdings, dass derzeit erhältliche Android-Smartphones- und Tablets von der neuen Funktion wohl ausgeschlossen werden. Das liege an der Partitionierung, so ein Mitglied des Android-Teams gegenüber den US-Kollegen von Android Police. Denn auf dem Gerät werden, vereinfacht ausgedrückt, zwei Systeme untergebracht. Auf das eine greift das Smartphone während dem Betrieb zu, während auf dem anderen ein Update installiert wird. Nach einem Neustart hat der Nutzer dann Zugriff auf das aktualisierte System, ohne vom Update-Prozess etwas mitbekommen zu haben.

Der praktische Trick erfordert aber umfangreiche Änderungen am System – Nutzer müssten etwa das Smartphone an einen Computer anschließen und neu einrichten lassen. Google glaubt anscheinend, dass das Prozedere zu aufwändig für die meisten Nutzer ist – und verzichtet schlicht darauf. Die Einschränkung gilt formal nur für Googles Nexus-Geräte, dürfte aber ebenso auf Android-Smartphones- und Tablets anderer Hersteller zutreffen.

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Es wird inoffizielle Lösungen geben

Findige Entwickler dürften in Zukunft aber inoffizielle Lösungen anbieten, um das „Seamless Update“-Feature auch auf bereits erhältliche Nexus-Geräte zu bringen. Für versierte Zeitgenossen dürfte das kein Problem sein, die Einschränkung vollzieht Google ja lediglich mit dem Hinweis auf Durchschnitts-Nutzer.  Einzig der begrenzte Speicher könnte ein Pferdefuß darstellen – wenn ein 16 GB großer Speicher dann auch noch für zwei Partitionen aufgeteilt werden müsste, könnte es zu Problemen kommen.

Quelle: AndroidPolice

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